{"id":1066,"date":"2018-03-14T09:54:42","date_gmt":"2018-03-14T08:54:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.adito.de\/knowhow\/blog\/?p=1066"},"modified":"2024-08-13T13:24:55","modified_gmt":"2024-08-13T11:24:55","slug":"digitale-geschaeftsmodelle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.adito.de\/knowhow\/blog\/digitale-geschaeftsmodelle","title":{"rendered":"Digitalisierung \u2013 Teil 3: Was neue digitale Gesch\u00e4ftsmodelle f\u00fcr Ihr Business bedeuten"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-size: 14pt;\">Digitale Gesch\u00e4ftsideen, k\u00fcnstliche Intelligenz und Zukunftsszenarien: Was ist Digitalisierungseuphorie und wo ist wirklich unternehmerischer Weitblick angesagt? Der dritte Teil unserer Digitalisierungs-Reihe besch\u00e4ftigt sich damit, wie digitale Gesch\u00e4ftsmodelle und digitales Eink\u00e4ufer- und Verk\u00e4uferverhalten die Gesch\u00e4ftswelt pr\u00e4gen werden.<\/span><\/p>\n<h2>Digitale Gesch\u00e4ftsmodelle<\/h2>\n<p>In diesem Bereich liegt Sprengstoff! Digitale Gesch\u00e4ftsideen wie Check24, Targo-Bank, Tante Emmas Enkel, Taxiruf Uber, Bingo-Box-Convenience-Stores (vollautomatisiertes Einkaufen in China), Amazon Go (kassenloser Supermarkt), Lieferheld \u2013 nur um eine bunte Mischung aufzuzeigen \u2013 lehren den langsam reagierenden Traditionsbranchen das F\u00fcrchten.<\/p>\n<p>Online-Frischdienste sind bereits dabei, den klassischen station\u00e4ren Handel anzugreifen. Amazon mit Amazon Fresh (bislang nur f\u00fcr Prime-Kunden), der Edeka-Verbund in Berlin mit Bringmeister, der aus Fulda stammende Vollsortimenter Tegut, sie haben Testphasen gestartet und wollen in den hei\u00dfumk\u00e4mpften Markt. Lidl, Rewe, Aldi und Co. werden nachziehen m\u00fcssen. Die station\u00e4ren Marktmodelle des Handels geraten unter Digitalisierungsdruck. Die k\u00fcnstliche Intelligenz wird Start-Ups in neuen Gesch\u00e4ftszweigen beg\u00fcnstigen etwa die digitale Wach- und Schlie\u00dfgesellschaft.<\/p>\n<p>Die Disruptions-Idee passt gut in diesen Trend. Man denke an das Gesch\u00e4ftsmodell einer etablierten Branche und \u00fcberlege, wie man die Wege zum und vom Kunden mit Hilfe digitaler Prozesse v\u00f6llig anders gestalten k\u00f6nnte. Wer h\u00e4tte gedacht, dass sich auch die \u00c4rzte einmal daran wagen k\u00f6nnten, medizinische Beratung im Internet anzubieten \u2013 wie etwa auf der Plattform <a href=\"https:\/\/www.justanswer.de\/medizin\/\">Just Answer<\/a>?<\/p>\n<h2>Digitales (Eink\u00e4ufer- und Verk\u00e4ufer-) Verhalten<\/h2>\n<p>Der politische und von den Medien unterst\u00fctzte Druck auf die Bev\u00f6lkerung, daran zu glauben, dass eine Digitalisierung unserer Volkswirtschaft essentiell f\u00fcr die Erhaltung von privatem Wohlstand und wirtschaftlicher Wettbewerbsf\u00e4higkeit sei, hat ohne Zweifel Akzeptanzsch\u00fcbe bei den B\u00fcrgern ausgel\u00f6st. Wenn jemand meint, wir brauchen noch mehr und noch schneller irgendwo Digitalisierung, dann wird diese Forderung weitgehend kommentarlos abgewinkt. Und in der Tat: Das Leben mit dem Internet wird auch f\u00fcr Senioren bald so normal sein wie der Umgang mit dem Telefon.<\/p>\n<p>Dieser Trend f\u00fchrt auch dazu, dass immer hochpreisigere und beratungsintensivere Produkte ohne Einschaltung von pers\u00f6nlicher Beratung geordert werden. Das strittige R\u00fcckgaberecht bei Webk\u00e4ufen \u2013 also die R\u00fcckgabe von im Internet gekauften Produkten innerhalb von 14 Tagen ohne Angabe von Gr\u00fcnden \u2013 st\u00fctzt diesen Trend. Um Kunden nicht zu verlieren, wirbt Media Markt aktuell mit Click &amp; Collect: Kunden sollen die Ware im Internet recherchieren, bestellen und im Ladengesch\u00e4ft abholen. In der Hoffnung, dass das pers\u00f6nliche Erleben der Marke dadurch im Wesentlichen erhalten bleibt.<\/p>\n<h3>Webshop und Schlie\u00dffach<\/h3>\n<p>Das Kundenverhalten \u00e4ndert sich sogar dahin, dass der K\u00e4ufer das Ladengesch\u00e4ft gar nicht mehr betreten m\u00f6chte (oder kann: der 24\/7-Kauf). Das M\u00f6belhaus Ostermann in Witten oder Edeka (Emmas Box) experimentieren mit Schlie\u00dff\u00e4chern am Ende der Line. Der station\u00e4re Verkauf wandelt sich hier in Richtung Webshop plus Schlie\u00dffach.<\/p>\n<p>Selbst h\u00f6chst private Angelegenheiten wie Bank\u00fcberweisungen, Investmentanlagen, Partnersuche oder medizinische Beratung werden von den Verbrauchern mittlerweile bedenkenlos in das Internet \u00fcbertragen. Obwohl 41 Prozent der User schon einmal <a href=\"https:\/\/www.bsi.bund.de\/DE\/Presse\/Pressemitteilungen\/Presse2018\/SaferInternetDay_Umfrage_Internetsicherheit_05022018.html\">Opfer von Cyber-Kriminalit\u00e4t<\/a> geworden sind. Laut Accenture haben 17 Prozent der Konsumenten kein Problem damit, in einem Laden digital erkannt zu werden und individuelle Empfehlungen erhalten.<\/p>\n<h3>Die Schattenseiten der Digitalisierung<\/h3>\n<p>Der allerschlimmste Auswuchs dieser Ver\u00e4nderungen ist wohl die digitale Kriegsf\u00fchrung. Es wird gesagt, dass es f\u00fcr das eigene Gewissen leichter sei, auf einen Knopf zu dr\u00fccken, als einem Gegner pers\u00f6nlich gegen\u00fcberzustehen. Vielleicht geht das den Versendern von Phishing-Mails auch so. Man mag sich kaum ausmalen, wohin diese Entwicklung noch f\u00fchrt.<\/p>\n<h2>Fazit: Nicht alles ist neu \u2013 und doch bleibt nichts so, wie es ist<\/h2>\n<p>Wenn wir also die Digitalisierungseuphorie im Lichte des schon lange fahrenden digitalen D-Zugs hier etwas relativieren und d\u00e4mpfen wollen, dann sind dennoch unternehmerischer Weitblick und Achtsamkeit h\u00f6chst angebracht. Den Kopf in den Sand zu stecken und sich allein auf einer eingefahrenen Vertriebsstrategie auszuruhen, kann gef\u00e4hrlich werden.<\/p>\n<p>Die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft l\u00e4uft seit gut 1995 \u2013 aber es sieht so aus, als w\u00fcrden sich derzeit die \u00f6konomischen und gesellschaftlichen Prozesse beschleunigen. K\u00fcnstliche Intelligenz und Sensorik bauen einen immensen Druck auf.<\/p>\n<h3>Das kommt beim Thema Digitalisierung auf uns zu:<\/h3>\n<ul class=\"bs-shortcode-list list-style-star\">\n<li>Im Bereich der <a href=\"https:\/\/www.adito.de\/knowhow\/blog\/digitalisierung\"><strong>digitalen Ger\u00e4te<\/strong><\/a> droht uns in der Tat eine neue Welt: Wenn Roboter als Pflege-, Reinigungs- oder B\u00fcro-Hilfskr\u00e4fte in unsere Welt dringen und durch <a href=\"https:\/\/www.adito.de\/knowhow\/blog\/ki-crm\">k\u00fcnstliche Intelligenz<\/a> bef\u00e4higt werden, zu lernen und miteinander zu kommunizieren.<\/li>\n<li>Im Bereich der <a href=\"https:\/\/www.adito.de\/knowhow\/blog\/digitale-prozesse\"><strong>digitalen Produkte<\/strong><\/a> gibt es auch f\u00fcr technische Unternehmen noch viele ungenutzte Chancen \u2013 durch das Internet der Dinge im Bereich Kundendienst und Service. Und durch das selbstfahrende Auto wird der Schritt vom \u201eAuto mit Elektronik\u201c zum \u201eComputer mit Auto darum\u201c vollzogen.<\/li>\n<li>Im Bereich der <a href=\"https:\/\/www.adito.de\/knowhow\/blog\/digitale-prozesse\"><strong>digitalen Prozesse<\/strong><\/a> setzt sich die schon seit vielen Jahren laufende Entwicklung fort, dass Lieferketten vertikal und horizontal immer st\u00e4rker digital vernetzt werden.<\/li>\n<li>Wer sich in traditionsstarken Branchen mit Komfortzonen w\u00e4hnt, sollte achtgeben: Wo k\u00f6nnten <strong>digitale Gesch\u00e4ftsmodelle<\/strong> durch aggressive Start-ups stagnierende M\u00e4rkte gef\u00e4hrden?<\/li>\n<li>Es ist auch nicht von der Hand zu weisen, dass sich die <strong>Menschen mit ihren Verhaltensweisen<\/strong> immer mehr den Netzregeln unterwerfen. Der schizophrene Gap zwischen Datenschutz und Datensicherheit einerseits sowie staatlicherseits und kriminell erzwungener Transparenz andererseits k\u00f6nnte manche Digitalisierungstr\u00e4ume in Luft aufl\u00f6sen. Dann n\u00e4mlich, wenn die Konsumenten das digitale Kommunizieren und Einkaufen ein wenig Leid sind und sich auch aus den sozialen Medien zur\u00fcckziehen. Es stellt sich wirklich die Frage, wie viele Menschen den vollautomatisierten Supermarkt und Freunde, die keine Freunde sind, sch\u00e4tzen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Sagen wir es so: Die Wirtschaft muss sich angesichts einer zunehmenden digitalen Welt weiter professionalisieren. Die Zeiten von Abakus und Formularen sind endg\u00fcltig vorbei. Wer noch kein CRM hat, sollte seine Firma besser schlie\u00dfen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.adito.de\/whitepaper\/crm-studie-2022.html\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-5030 size-full\" src=\"https:\/\/www.adito.de\/knowhow\/blog\/wp-content\/uploads\/CTA_Studie_2022.jpg\" alt=\"CRM Studie 2022\" width=\"680\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.adito.de\/knowhow\/blog\/wp-content\/uploads\/CTA_Studie_2022.jpg 680w, https:\/\/www.adito.de\/knowhow\/blog\/wp-content\/uploads\/CTA_Studie_2022-300x99.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 680px) 100vw, 680px\" \/><\/a><\/p>\n<p>B\u00fcrger und Steuerzahler m\u00fcssen sich darauf einstellen, dass ihnen das Aufr\u00fcsten der \u00f6ffentlichen Netze (Breitband-Verkabelung, schnelles Internet) und die Beseitigung des IT-Investitions-Staus in den deutschen Amtsstuben (auch auf europ\u00e4ischer Ebene arbeitet kaum ein Bereich integriert) viel Geld kosten wird. Erst <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/it-gipfel-wie-deutschland-die-digitalisierung-verschlaeft\/19929966.html\">6,6 Prozent aller Haushalte<\/a> verf\u00fcgen \u00fcber einen schnellen Glasfaseranschluss; 1,4 Prozent sind es in l\u00e4ndlichen Gebieten. Und wenn den Politikern die Aufforderung zur Digitalisierung so leicht von den Lippen geht, dann werden im Hintergrund auch Weichen in Richtung mehr \u00dcberwachung gestellt. Digitalisierung wird zu einer enormen gesellschaftlichen Thematik.<\/p>\n<h3>Vertrieb muss sich auch t\u00e4glichen Herausforderungen stellen<\/h3>\n<p>Denn \u00fcber eines sollten wir uns klar sein: Wer im World Wide Web aktiv ist, der ist gl\u00e4sern und damit angreifbar. In der medialen Diskussion werden die Konsequenzen und Risiken der Digitalisierung str\u00e4flich verschwiegen. Prognosen zufolge sollen in den kommenden <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/800-Millionen-Jobs-sollen-weltweit-durch-Automatisierung-verloren-gehen-3904767.html\">30 Jahren 800 Millionen Arbeitspl\u00e4tze weltweit<\/a> und 16 Millionen in Deutschland durch Digitalisierung gef\u00e4hrdet sein. Und wir reden nicht dar\u00fcber, aber wir wissen, dass es m\u00f6glich sein wird, von au\u00dfen auf selbstfahrende Autos und Z\u00fcge, auf Kraftwerke und Industrieanlagen zuzugreifen.<\/p>\n<p>Die gro\u00dfen Szenarien \u00e4ndern nichts daran, dass Vertriebsstrategie und Vertriebssteuerung sich ebenso den t\u00e4glichen Herausforderungen stellen m\u00fcssen. Das bedeutet: CRM einf\u00fchren und immer wieder erfahrungsgest\u00fctzt optimieren. Jemand hat gesagt, CRM sei die Mutter der Digitalisierung. Also lassen wir es gut sein mit den bisherigen Ausf\u00fchrungen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Digitale Gesch\u00e4ftsideen, Zukunftsszenarien und KI: Lesen Sie, welche Gesch\u00e4ftsmodelle f\u00fcr Ihr Business wichtig sind und wie diese unser Eink\u00e4ufer- und Verk\u00e4ufer-Verhalten ver\u00e4ndern.<\/p>\n","protected":false},"author":12,"featured_media":1045,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[10],"tags":[76,62],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v14.6.1 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Was digitale Gesch\u00e4ftsmodelle f\u00fcr Ihr Business bedeuten<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Digitale Gesch\u00e4ftsideen, Zukunftsszenarien und K\u00fcnstliche Intelligenz: Lesen Sie, welche Gesch\u00e4ftsmodelle f\u00fcr Ihr Business wichtig sind.\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow\" 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Aktuell befasst sich Winkelmann damit, Vertrieb und Produktentwicklung in einem integrierten Ansatz zu optimieren. \\u201eVertrieb lernt man in Landshut\\u201c, \\u201eCRM \\u2013 nicht kaufen sondern gestalten\\u201c und \\u201eMehr steuern, weniger verwalten\\u201c lauten seine Botschaften.\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.adito.de\/knowhow\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1066"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.adito.de\/knowhow\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.adito.de\/knowhow\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.adito.de\/knowhow\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/12"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.adito.de\/knowhow\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1066"}],"version-history":[{"count":16,"href":"https:\/\/www.adito.de\/knowhow\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1066\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6564,"href":"https:\/\/www.adito.de\/knowhow\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1066\/revisions\/6564"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.adito.de\/knowhow\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1045"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.adito.de\/knowhow\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1066"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.adito.de\/knowhow\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1066"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.adito.de\/knowhow\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1066"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}