{"id":1968,"date":"2019-01-16T10:00:32","date_gmt":"2019-01-16T09:00:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.adito.de\/knowhow\/blog\/?p=1968"},"modified":"2026-03-23T13:10:02","modified_gmt":"2026-03-23T12:10:02","slug":"software-akzeptanz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.adito.de\/knowhow\/blog\/software-akzeptanz","title":{"rendered":"Software-Akzeptanz Teil 1: Warum Sie mit einer Begriffsdefinition beginnen sollten"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-size: 14pt;\">Die Einf\u00fchrung einer neuen Software kostet nicht nur Zeit und Geld, sondern auch Kraft und Nerven. Umso \u00e4rgerlicher ist es, wenn die Mitarbeiter des Unternehmens das neue System nicht wie erhofft annehmen. Daf\u00fcr kann es zahlreiche Gr\u00fcnde geben. Welche das sind und wie Sie rechtzeitig die richtigen Schritte f\u00fcr mehr Software-Akzeptanz einleiten, lesen Sie in unserer Blog-Serie. Bevor Sie nun an den richtigen Stellschrauben drehen und geeignete Ma\u00dfnahmen f\u00fcr mehr Akzeptanz ergreifen, ist es wichtig, sich mit dem Akzeptanzbegriff auseinanderzusetzen. Was darunter genau zu verstehen ist, behandelt der erste Teil dieser Serie.<\/span><\/p>\n<h2>Akzeptanz sollte nicht pauschal betrachtet werden<\/h2>\n<p>In W\u00f6rterb\u00fcchern oder Enzyklop\u00e4dien wird die Akzeptanz als Bereitschaft beschrieben, etwas anzunehmen beziehungsweise anzuerkennen. In dieser Definition stecken sowohl der Begriff \u201eFreiwilligkeit\u201c als auch eine aktive Komponente. Doch was bedeutet das konkret? Ganz einfach: Eine aktive Zustimmung ist die Grundvoraussetzung f\u00fcr Akzeptanz. Um weg von dieser pauschalen Akzeptanz einen noch genaueren Bezugsrahmen zu erhalten, m\u00fcssen Sie zwischen <strong>Akzeptanzobjekt<\/strong>, <strong>Akzeptanzsubjekt<\/strong> und <strong>Akzeptanzkontext<\/strong> unterscheiden und alle drei n\u00e4her definieren.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.adito.de\/knowhow\/blog\/wp-content\/uploads\/Akzeptanzdreieck.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-full wp-image-1967\" src=\"https:\/\/www.adito.de\/knowhow\/blog\/wp-content\/uploads\/Akzeptanzdreieck.jpg\" alt=\"Akzeptanzdreieck\" width=\"1407\" height=\"627\" srcset=\"https:\/\/www.adito.de\/knowhow\/blog\/wp-content\/uploads\/Akzeptanzdreieck.jpg 1407w, https:\/\/www.adito.de\/knowhow\/blog\/wp-content\/uploads\/Akzeptanzdreieck-300x134.jpg 300w, https:\/\/www.adito.de\/knowhow\/blog\/wp-content\/uploads\/Akzeptanzdreieck-768x342.jpg 768w, https:\/\/www.adito.de\/knowhow\/blog\/wp-content\/uploads\/Akzeptanzdreieck-1024x456.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 1407px) 100vw, 1407px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In einem n\u00e4chsten Schritt wenden Sie dieses Modell auf das Beispiel der Software-Akzeptanz an. Daraus folgt:<\/p>\n<ul class=\"bs-shortcode-list list-style-star\">\n<li>Auf das <strong>Akzeptanzobjekt<\/strong> treffen in diesem konkreten Fall zwei Definitionen zu. Es ist entweder die bereits eingef\u00fchrte Software, mit der die Anwender arbeiten. Oder aber das Versprechen an die Anwender, dass ihnen das bald im Unternehmen implementierte System einen Mehrwert bringt.<\/li>\n<li>Das <strong>Akzeptanzsubjekt<\/strong> k\u00f6nnen sowohl einzelne Personen als auch eine Gruppe sein, zum Beispiel Anwender, Projektteam oder Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer.<\/li>\n<li>Beim <strong>Akzeptanzkontext<\/strong> stehen alle externen Einfl\u00fcsse im Fokus, zum Beispiel in welcher Gesellschaft, in welcher Situation oder zu welchem Zeitpunkt sich Akzeptanzobjekt und -subjekt befinden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Damit Sie in Ihrem Unternehmen aber wirklich von Akzeptanz sprechen, fehlt noch ein letzter Schritt: Das Akzeptanzsubjekt muss das Akzeptanzobjekt annehmen. Im Klartext bedeutet das also, dass Ihre Anwender das System positiv bewerten m\u00fcssen.<\/p>\n<h2>Dimensionen der Akzeptanz<\/h2>\n<p>Da es in der wissenschaftlichen Diskussion keine festgelegte Definition gibt, ab wann konkret von Akzeptanz die Rede ist, haben Prof. Dr. Petra Schweizer-Ries und andere den Grad der Akzeptanz zus\u00e4tzlich in einem zweidimensionalen Modell beschrieben. Erl\u00e4uterungen zu diesem Modell lesen Sie im Projektabschlussbericht <a href=\"https:\/\/www.tu-berlin.de\/fileadmin\/f27\/PDFs\/Forschung\/Abschlussbericht_Aktivitaet_Teilhabe_format.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">\u201eAktivit\u00e4t und Teilhabe \u2013 Akzeptanz Erneuerbarer Energien durch Beteiligung steigern\u201c<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.adito.de\/knowhow\/blog\/wp-content\/uploads\/Dimensionen.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-full wp-image-1974\" src=\"https:\/\/www.adito.de\/knowhow\/blog\/wp-content\/uploads\/Dimensionen.jpg\" alt=\"Akzeptanz-Dimensionen\" width=\"1516\" height=\"609\" srcset=\"https:\/\/www.adito.de\/knowhow\/blog\/wp-content\/uploads\/Dimensionen.jpg 1516w, https:\/\/www.adito.de\/knowhow\/blog\/wp-content\/uploads\/Dimensionen-300x121.jpg 300w, https:\/\/www.adito.de\/knowhow\/blog\/wp-content\/uploads\/Dimensionen-768x309.jpg 768w, https:\/\/www.adito.de\/knowhow\/blog\/wp-content\/uploads\/Dimensionen-1024x411.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 1516px) 100vw, 1516px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Die Einstellungs- und Wertdimension<\/h2>\n<p>Dieses Akzeptanzmodell macht vor allem eines deutlich: Anwender bewerten eine Software nicht neutral. Das liegt vor allem daran, dass fast jeder schon einmal etwas davon geh\u00f6rt hat oder bereits Software-Systeme kennt.<\/p>\n<blockquote><p>Schon bevor ein Anwender also mit einer konkreten Software arbeitet,<br \/>\nbringt er die verschiedensten Assoziationen damit in Verbindung.<\/p><\/blockquote>\n<p>Genau diese Haltungen, Wertungen oder Einsch\u00e4tzungen lassen sich in der Einstellungsdimension beschreiben. Zus\u00e4tzlich gibt es noch die Wertdimension: Diese ber\u00fccksichtigt alle Werte und Normen der Gesellschaft, des Unternehmens, der Abteilung sowie allen anderen relevanten Gruppen. Die Einstellungs- und Wertdimension schaffen zusammen eine Bewertungsskala.<\/p>\n<h3>Die Akzeptanz der Anwender ist keinesfalls offensichtlich<\/h3>\n<p>Als Konsequenz des Dimensionen-Modells folgt, dass sich bereits zu Beginn des Projekts im Unternehmen eine Tendenz der Bef\u00fcrwortung oder Ablehnung widerspiegelt, ohne dass die Mitarbeiter das System je gesehen oder detaillierte Informationen dar\u00fcber erhalten haben. In der Zeit bis zur eigentlichen Einf\u00fchrung werden die Meinungen schlie\u00dflich immer st\u00e4rker und k\u00f6nnen in zwei Richtungen tendieren:<\/p>\n<ul class=\"bs-shortcode-list list-style-asterisk\">\n<li>In eine positive: von Indifferenz bis Bef\u00fcrwortung<\/li>\n<li>In eine negative: von Duldung bis Ablehnung<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Die Handlungsdimension<\/h3>\n<p>Bisher spielte sich noch alles auf einer passiven Ebene ab, ohne dass Mitarbeiter aktiv am Stimmungsbild mitwirken. Sobald sich dies \u00e4ndert, und einzelne Personen das Thema der Software-L\u00f6sung aktiv aufgreifen, kommt eine weitere Dimension ins Spiel: Die Handlungsdimension. Hier k\u00f6nnen Sie zwischen zwei Gruppen unterscheiden:<\/p>\n<ul class=\"bs-shortcode-list list-style-star\">\n<li>den Bef\u00fcrwortern<\/li>\n<li>und den Kritikern<\/li>\n<\/ul>\n<p>W\u00e4hrend Ihnen erstere viel Freude bereiten, weil Sie sie aktiv f\u00fcr Kampagnen zur Anwender-Akzeptanzsteigerung einbinden k\u00f6nnen, sorgen letztere eher f\u00fcr Kopfschmerzen. Anwender, die einmal aktiven Widerstand leisten, sind ansteckend f\u00fcr andere Anwender und nur schwer und unter hohem Aufwand zu bekehren.<\/p>\n<h2>Versinken Sie nicht im Akzeptanz-Dilemma<\/h2>\n<p>Wie Sie die Anwender-Akzeptanz definieren und welche Bedeutung sie f\u00fcr den Erfolg Ihres Projekts hat, haben Sie in diesem Artikel erfahren. In einem n\u00e4chsten Schritt ist es entscheidend, die relevanten Stakeholder-Gruppen des Software-Projekts zu identifizieren und geeignete Ma\u00dfnahmen zur Akzeptanzsteigerung zu ergreifen, um\u00a0<span class=\"post-title\">Ihre Mitarbeiter vom CRM zu \u00fcberzeugen.<\/span><\/p>\n<div style=\"text-align: center; width: 100%; height: 50%; padding: 15px; border: 1px solid #009ab9;\">\n<h3 style=\"text-align: left;\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignright wp-image-1998 size-thumbnail\" src=\"https:\/\/www.adito.de\/knowhow\/blog\/wp-content\/uploads\/akzeptanz-2-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.adito.de\/knowhow\/blog\/wp-content\/uploads\/akzeptanz-2-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.adito.de\/knowhow\/blog\/wp-content\/uploads\/akzeptanz-2-100x100.jpg 100w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><a style=\"text-transform: initial;\" href=\"https:\/\/www.adito.de\/knowhow\/blog\/mitarbeiter-vom-crm-ueberzeugen\" rel=\"noopener\"><span class=\"post-title\">Software-Akzeptanz Teil 2<\/span><\/a><\/h3>\n<h4 style=\"text-align: left;\"><span class=\"post-title\">Wie Sie Ihre Mitarbeiter vom CRM \u00fcberzeugen<\/span><\/h4>\n<p style=\"text-align: left;\">\u201eDas wurde so entschieden und so werden wir es jetzt auch umsetzen\u201c \u2013 Diesen Satz haben Sie bestimmt schon einmal geh\u00f6rt. Ein gutes Gef\u00fchl l\u00f6st diese Aussage wohl bei niemandem aus. Es ist schlie\u00dflich nicht einfach etwas zu akzeptieren, ohne dass man in die Entscheidung miteinbezogen wurde. Bei der Einf\u00fchrung einer CRM-Software ist das nicht anders.<\/p>\n<h5 style=\"text-align: left;\"><a href=\"https:\/\/www.adito.de\/knowhow\/blog\/mitarbeiter-vom-crm-ueberzeugen\" rel=\"noopener\"><strong>WEITERLESEN<\/strong><\/a><\/h5>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nicht jeder im Unternehmen ist von einer Software-Einf\u00fchrung begeistert. Oft bedarf es einiger Ma\u00dfnahmen, um die Akzeptanz zu steigern. Doch was bedeutet Akzeptanz \u00fcberhaupt?<\/p>\n","protected":false},"author":21,"featured_media":2000,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[10],"tags":[95,45],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v14.6.1 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Warum ist Software-Akzeptanz so wichtig? Und was bedeutet Akzeptanz?<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Was man unter Software-Akzeptanz versteht und welche Bedeutung sie f\u00fcr den Erfolg Ihres Software-Projekts hat, erfahren Sie hier!\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow\" \/>\n<meta name=\"googlebot\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<meta name=\"bingbot\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.adito.de\/knowhow\/blog\/software-akzeptanz\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Warum ist Software-Akzeptanz so wichtig? 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