{"id":7033,"date":"2025-03-19T08:09:06","date_gmt":"2025-03-19T07:09:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.adito.de\/knowhow\/blog\/?p=7033"},"modified":"2026-03-20T12:56:31","modified_gmt":"2026-03-20T11:56:31","slug":"nutzerakzeptanz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.adito.de\/knowhow\/blog\/nutzerakzeptanz","title":{"rendered":"Fundermax im Interview: Nutzerakzeptanz im CRM-Projekt steigern"},"content":{"rendered":"<p class=\"p1\"><span style=\"font-size: 14pt;\">Unsere CRM-Studie 2026 hat gezeigt: 37 % der befragten Unternehmen haben bereits CRM-Projekte abgebrochen. Die Gr\u00fcnde daf\u00fcr sind vielf\u00e4ltig \u2013 Datenmigration, fehlende interne Ressourcen, komplexe Systemintegrationen und mangelnde Nutzerakzeptanz. Mit unserer \u00fcber 35-j\u00e4hrigen CRM-Erfahrung wissen wir, dass das auch anders geht und sich diese H\u00fcrden mit den richtigen Ma\u00dfnahmen meistern lassen. Im Interview mit Gerald Groicher sprechen wir dar\u00fcber, wie Unternehmen User-Akzeptanz f\u00fcr ihr CRM sicherstellen k\u00f6nnen. <\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span style=\"font-size: 14pt; text-transform: initial;\">Er setzt sich beruflich intensiv mit digitaler Kundenerfahrung auseinander. Gemeinsam mit seinem Team entwickelt er bei Fundermax das CRM-System von ADITO strategisch kontinuierlich weiter. Damit ist er Experte f\u00fcr Nutzerakzeptanz und liefert uns heute wertvolle Einblicke.<\/span><\/p>\n<div style=\"text-align: center; width: 100%; height: 50%; padding: 15px; background-color: #eef5f7;\">\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li style=\"list-style-type: none;\">\n<ol>\n<li style=\"text-align: left;\"><a href=\"#vorstellung\">Vorstellung Fundermax<\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: left;\"><a href=\"#kontakt\">Wie kam der Kontakt zwischen ADITO und Fundermax zustande?<\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: left;\"><a href=\"#crm-wechsel\">Was waren eure Gr\u00fcnde f\u00fcr einen CRM-Wechsel?<\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: left;\"><a href=\"#change-prozess\">Wie seid ihr als mittelst\u00e4ndisches Unternehmen mit dem Change-Prozess umgegangen?<\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: left;\"><a href=\"#userinvolvement\">Wie sah das Einbinden der Mitarbeiter bei euch konkret aus?<\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: left;\"><a href=\"#herausforderungen\">Welchen Herausforderungen seid ihr dabei begegnet?<\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: left;\"><a href=\"#keyuser\">Habt ihr bei Fundermax ein Key User Konzept genutzt?<\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: left;\"><a href=\"#mittelstand\">Hatte die konservative Einstellung des Mittelstands einen Einfluss auf euer CRM-Projekt?<\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: left;\"><a href=\"#verbesserungen\">Welche Ver\u00e4nderungen habt ihr durch den CRM-Wechsel erlebt? <\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: left;\"><a href=\"#massnahmen\">Mit welchen Ma\u00dfnahmen kann man die Nutzerakzeptanz eines CRM steigern?<\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: left;\"><a href=\"#bestehendescrm\">Wie kann man die Nutzerakzeptanz bei einem bestehenden CRM erh\u00f6hen?<\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: left;\"><a href=\"#key-learnings\">Was sind eure Key Learnings, um die User Akzeptanz zu steigern?<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<\/ol>\n<\/div>\n<h2 id=\"vorstellung\" class=\"position\"><strong><span style=\"font-size: 16pt;\">Gerald, k\u00f6nntest du uns vielleicht einen kurzen \u00dcberblick \u00fcber Fundermax geben?<\/span><\/strong><\/h2>\n<p><strong>Gerald Groicher:<\/strong> Seit \u00fcber 130 Jahren ist Fundermax ein \u00f6sterreichisches Produktionsunternehmen in der Bauindustrie. Mit 1400 Mitarbeitern produzieren wir an drei Standorten \u00f6sterreichweit und beliefern die ganze Welt. Wir sind Hersteller hochwertiger Holzwerkstoffe und Weltmarktf\u00fchrer f\u00fcr Compactlaminate, sowohl f\u00fcr den Innen- als auch f\u00fcr den Au\u00dfenbereich.<\/p>\n<h2 id=\"kontakt\" class=\"position\"><strong><span style=\"font-size: 16pt;\">Wie ist ADITO Teil eurer Erfolgsgeschichte geworden? Wie kam der Kontakt zustande?<\/span><\/strong><\/h2>\n<p><strong>Gerald Groicher:<\/strong> Der Kontakt entstand im Zuge eines \u00c4nderungsprozesses. Da unser bestehendes CRM-System nicht mehr passte, haben wir verschiedene Marktanbieter analysiert und mit einigen Kontakt aufgenommen. Bei ADITO verlief dies klassisch: Erst Kontaktaufnahme, dann Telefonate und Termine. In der Endphase kl\u00e4rten wir in einem Workshop unsere Anforderungen, Fragen und Bedenken. Auf einer Messe haben wir uns dann auch noch einmal pers\u00f6nlich kennengelernt und auch menschlich Kontakt gekn\u00fcpft.<\/p>\n<h2 id=\"crm-wechsel\" class=\"position\"><strong><span style=\"font-size: 16pt;\">Und was waren denn eure Beweggr\u00fcnde f\u00fcr den CRM-Wechsel?<\/span><\/strong><\/h2>\n<p><strong>Gerald Groicher:<\/strong> Wir haben intensiv dar\u00fcber nachgedacht. Ein CRM-Wechsel ist keine Entscheidung, die man von heute auf morgen trifft. Aber unser altes CRM-System war nicht mobilef\u00e4hig. Wir hatten keine M\u00f6glichkeiten mehr f\u00fcr Entwicklungen und der Servicevertrag war ausgelaufen. Wir wussten nicht, wie lang das noch funktionieren wird. Das CRM war veraltet und es gab keine Updates mehr. Daher war f\u00fcr uns mittelfristig klar, dass wir eine neue CRM-L\u00f6sung ben\u00f6tigen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.adito.de\/whitepaper\/crm-wechsel.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter wp-image-6569 size-full\" src=\"https:\/\/www.adito.de\/knowhow\/blog\/wp-content\/uploads\/CTA_crm-wechsel.png\" alt=\"Whitepaper zu CRM-Wechsel downloaden\" width=\"680\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.adito.de\/knowhow\/blog\/wp-content\/uploads\/CTA_crm-wechsel.png 680w, https:\/\/www.adito.de\/knowhow\/blog\/wp-content\/uploads\/CTA_crm-wechsel-300x99.png 300w\" sizes=\"(max-width: 680px) 100vw, 680px\" \/><\/a><\/p>\n<h2 id=\"change-prozess\" class=\"position\"><strong><span style=\"font-size: 16pt;\">Wie seid ihr als mittelst\u00e4ndisches Unternehmen mit dem Change-Prozess, den eine CRM-Einf\u00fchrung mit sich bringt, umgegangen? <\/span><\/strong><\/h2>\n<p><strong>Gerald Groicher:<\/strong> Eine CRM-Einf\u00fchrung oder Abl\u00f6sung ist immer ein gro\u00dfer Change-Prozess und da gilt es einiges zu beachten:<\/p>\n<p>Man muss die Mitarbeiter und die F\u00fchrungsriege fr\u00fchzeitig einbinden. Da braucht man das vollst\u00e4ndige Commitment auf allen Ebenen. Man muss abkl\u00e4ren, welche Prozesse sollen im CRM-System abgebildet werden? Welche Mitarbeiter und welche Abteilungen werden damit arbeiten, die vielleicht bisher nicht damit gearbeitet haben? Es gibt sehr viele Fragen, die man sich gut \u00fcberlegen sollte im Zuge der Analyse.<\/p>\n<h2 id=\"userinvolvement\" class=\"position\"><strong><span style=\"font-size: 16pt;\">Wie sah das Einbinden der Mitarbeiter bei euch konkret aus?<\/span><\/strong><\/h2>\n<p><strong>Gerald Groicher:<\/strong> Bevor wir die Entwicklung gestartet haben, haben wir ein grobes Bild eingeholt, wie das System genutzt wird. Wie arbeiten die Mitarbeiter mit dem System? Was machen sie t\u00e4glich? Was machen sie vielleicht nicht so oft? Und dann nat\u00fcrlich auch die Frage gestellt: Was soll das System in Zukunft k\u00f6nnen?<\/p>\n<p>Es ist nat\u00fcrlich immer schwierig, sich so etwas vorzustellen. Da ist es gut, wenn man einen Partner hat, der schon Erfahrung in der Einf\u00fchrung von CRM-Systemen hat. Da wird man gut durch diesen schwierigen Prozess der Analyse, was ein System k\u00f6nnen muss, durchgeleitet. Es ist schon wichtig, einen guten Partner zu haben, mit dem man dann auch sieht, wie es funktionieren kann.<\/p>\n<h2 id=\"herausforderungen\" class=\"position\"><strong><span style=\"font-size: 16pt;\">Was denkst du sind die gr\u00f6\u00dften Herausforderungen, die man vor der CRM-Einf\u00fchrung bedenken muss?<\/span><\/strong><\/h2>\n<p><iframe title=\"Was ist vor der CRM-Einf\u00fchrung zu bedenken? - Fundermax\" src=\"https:\/\/player.vimeo.com\/video\/1062040191?h=a9e0876b8b&amp;dnt=1&amp;app_id=122963\" width=\"1170\" height=\"658\" frameborder=\"0\" allow=\"autoplay; fullscreen; picture-in-picture; clipboard-write; encrypted-media; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\"><\/iframe><\/p>\n<p><strong>Gerald Groicher:<\/strong> Punkt eins ist sicher die Erwartungshaltung der Mitarbeiter, die das CRM-System nutzen werden. Es ist wichtig, die Erwartungen realistisch zu halten und klar zu kommunizieren, was das System leisten kann \u2013 aber ebenso deutlich zu machen, wo die Grenzen liegen. Das bedeutet auch, bewusst Entscheidungen gegen bestimmte Tools oder neue Prozesse zu treffen, wenn sie nicht im Interesse des gesamten Unternehmens und aller Nutzer sind.<\/p>\n<p>Ein wesentlicher Punkt ist auch die Weiterentwicklung. Nutzer werden sehr dankbar daf\u00fcr sein, wenn man ihnen ein realistisches Bild zeichnen kann, wie sich das System weiterentwickeln wird. Soll hei\u00dfen wie schnell werden ihre zuk\u00fcnftigen W\u00fcnsche umgesetzt. Diese M\u00f6glichkeit etwas im System weiterzuentwickeln hatten wir zuvor nicht, aber mit ADITO schon. Da ist es wichtig zu kommunizieren, wie lange die Umsetzung dauert oder eben auch klar zu sagen, wenn Themen nicht umgesetzt werden. Das h\u00e4ngt auch stark mit der Erwartungshaltung zusammen.<\/p>\n<p>Ein weiterer Punkt ist sicher die Schulung der Mitarbeiter. Da empfehle ich jedem, der ein CRM-Projekt angeht im Vorhinein zu \u00fcberlegen, wie viele Ressourcen daf\u00fcr ben\u00f6tigt werden. Wir haben uns f\u00fcr unsere 300 User ein grobes Konzept \u00fcberlegt, wie wir diese bef\u00e4higen wollen. Beim Go-Live, dass sie einfach mal abgeholt werden, was das System \u00fcberhaupt kann und was es in Zukunft k\u00f6nnen wird.<\/p>\n<p>Aber auch langfristig, wenn man das System weiterentwickelt, sollte man bedenken, dass man bei jedem Update gut kommuniziert. Vor allem muss man sicherstellen, dass die Informationen auch wirklich beim User ankommen.<\/p>\n<p>Das Stichwort ist hier: Key-User-Konzept. Das ist auch eine Entscheidung: Geht man \u00fcber Key User oder versucht man alles zentral zu steuern?<\/p>\n<div style=\"text-align: center; width: 100%; height: 50%; padding: 15px; background-color: #eef5f7;\">\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #009ab9;\"><strong>Was ist ein Key User?<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Key User sind Mitarbeiter, die eine Softwareeinf\u00fchrung mit ihren pers\u00f6nlichen F\u00e4higkeiten und fachlichen Qualifikationen begleiten. Sie werden vom Projektteam benannt und sind klare Ansprechpartner, die speziell geschult sind und als erste Anlaufstelle f\u00fcr Fragen und Probleme im Team dienen. Sie bilden die Schnittstelle zwischen den Usern und dem Projektteam. Diese Schl\u00fcsselpersonen unterst\u00fctzen ihre Kolleginnen und Kollegen und tragen dazu bei, die Akzeptanz und das Verst\u00e4ndnis f\u00fcr das CRM-System zu erh\u00f6hen. Ihre Rolle als Multiplikatoren und Vorbilder ist f\u00fcr den Projekterfolg unerl\u00e4sslich.<\/p>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 id=\"keyuser\" class=\"position\"><strong><span style=\"font-size: 16pt;\">Habt ihr bei Fundermax ein Key-User-Konzept genutzt?<\/span><\/strong><\/h2>\n<p><strong>Gerald Groicher:<\/strong> Wir haben das CRM-System im Jahr 2022 eingef\u00fchrt und es erst anders gemacht, als wir es heute machen. Zusammengefasst, haben mein Vorgesetzter und ich damals zu zweit vor dem Go-Live alle User weltweit in kleinen Gruppen von 10-15 Personen geschult. Bei 300 Usern war das ein recht zeitintensives Unterfangen, aber da war unser Ansatz sehr nah an den Usern zu sein, sehr transparent und ihnen M\u00f6glichkeiten geben, direkt in den Terminen Fragen zu stellen, was man halt bei einem Vorstellungstermin bei 300 Usern so nie h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Nach dem Go-Live haben wir zuerst t\u00e4glich Q&amp;A Sessions angeboten. Die wurden am Anfang gut genutzt, dann mit der Zeit immer weniger. Wir haben versucht immer zu sehen, wie viel Bedarf besteht. Also haben wir die Q&amp;A Sessions erst auf einmal die Woche, dann auf einmal im Monat reduziert. Dann haben wir \u00fcberlegt: Wie wollen wir dieses Vertriebswissen oder das Mitarbeiterwissen langfristig sicherstellen?<\/p>\n<p>Da sind wir eben auf die Idee gekommen, dass Key-User ein wesentlicher Bestandteil dessen sein k\u00f6nnten. Und deshalb haben wir ein Key-User-Konzept ausgerollt, welches jetzt noch immer nicht am Finalstand ist. Da gibt es auch gewisse Punkte, die man beachten muss.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich hat auch ein Key-User-Konzept Vor- und Nachteile. Der Nachteil: Man verliert dadurch ein wenig den direkten Bezug zum End-User. Da ein Key-User nur 10 bis 15 Personen betreut, bekommt man dann einige Dinge nur gefiltert.<\/p>\n<p>Vorteil: Die User wissen, was ihr Team bewegt. Sie k\u00f6nnen es auch zusammenfassen und sowohl User als auch Projektteam haben eine Ansprechperson.<\/p>\n<p>Unsere Erfahrung zeigt, dass Key-User besonders effektiv sind, wenn sie aus dem Innendienst kommen. Etwa 200 der 300 User bei uns sind im Vertrieb t\u00e4tig und viel unterwegs, dort haben sie wenig Zeit f\u00fcr Key-User-Aufgaben oder die strategische Weiterentwicklung des Systems. W\u00e4hrend sie viele Fragen und W\u00fcnsche einbringen, fehlt oft die Zeit und die M\u00f6glichkeiten, andere nach Updates zu schulen und Informationen intern weiterzugeben. Eine Empfehlung f\u00fcr Unternehmen: Key-User-Rollen sollten vorzugsweise von Innendienstmitarbeitern \u00fcbernommen werden, da diese besser erreichbar sind und das Wissen gezielt im Team verbreiten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Da k\u00f6nnen sich einige Unternehmen ein Beispiel nehmen. Oft wird das Thema Nutzerakzeptanz als selbstverst\u00e4ndlich genommen und einfach erwartet, dass Mitarbeitende das CRM nach der Einf\u00fchrung direkt aktiv nutzen.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Gerald Groicher:<\/strong> Da stimme ich voll und ganz zu. Das ist ein wesentlicher Grundstein, wie sich die Nutzung des Systems entwickeln wird \u2013 ob damit langfristig Erkenntnisse von der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung vom Vertriebsleiter gezogen werden k\u00f6nnen oder nicht. Und da gilt es, so fr\u00fch wie m\u00f6glich den Grundstein zu setzen \u2013 schon vor dem Go-Live.<\/p>\n<h2 id=\"mittelstand\" class=\"position\"><strong><span style=\"font-size: 16pt;\">Mit 1500 Mitarbeiter weltweit z\u00e4hlt Fundermax zum Mittelstand in der Baubranche. Hatte das einen Einfluss auf euer CRM-Projekt? <\/span><\/strong><\/h2>\n<p><strong>Gerald Groicher:<\/strong> Auch im Mittelstand gibt es Chancen, Ver\u00e4nderungen progressiv anzugehen \u2013 selbst in konservativen Unternehmen. Einzelne Abteilungen k\u00f6nnen als Vorreiter neue Ideen einbringen, wenn der Nutzen gut kommuniziert wird.<\/p>\n<p>Bei uns stand beispielweise die Frage im Raum: Cloud oder On Premise? Auch in einem konservativeren Unternehmen kann hier die Entscheidung f\u00fcr die moderne, zukunftsorientierte L\u00f6sung gef\u00e4llt werden, wenn klare Vorteile \u00fcberzeugen. Bei der Cloud war bei uns die Ger\u00e4teunabh\u00e4ngigkeit der entscheidende Faktor.<\/p>\n<h2 id=\"verbesserungen\" class=\"position\"><strong><span style=\"font-size: 16pt;\">Welche wesentlichen Ver\u00e4nderungen habt ihr durch den CRM-Wechsel in eurem Daily Business erlebt? <\/span><\/strong><\/h2>\n<p><strong>Gerald Groicher:<\/strong> Am st\u00e4rksten hat der Wechsel den Au\u00dfendienst betroffen. Die haben jetzt M\u00f6glichkeiten, die sie vorher nicht hatten. Beispielsweise im Auto schnell eine Notiz am Tablet oder Smartphone im CRM zu hinterlegen.<\/p>\n<p>Wir haben einen eigenen Prozess &#8222;Muster-Bestellungen&#8220;. Wir versenden weltweit kleine A4 Muster unserer Platten beispielsweise. Da hat der Vertrieb nun die M\u00f6glichkeit, direkt beim Kunden vor Ort ein Muster zu bestellen.<\/p>\n<p>Was wir jetzt auch noch merken, ist, dass immer mehr Abteilungen auf die Idee kommen, mit einem CRM-System zu arbeiten. Ich glaube, das ist ein Prozess, der sich langsam entfaltet.<\/p>\n<p>Anfangs lag der Fokus darauf, die bestehenden Prozesse ins neue System zu \u00fcberf\u00fchren. Danach folgte die Optimierung, beziehungsweise Weiterentwicklung. Ein CRM bietet Vorteile wie zentrale Dokumentation, Erkenntnisgewinn und bereichs\u00fcbergreifende Insights. Bei uns im System k\u00f6nnen jetzt zum Beispiel Umfragen direkt aus dem CRM versendet und die Antworten beim Kunden gespeichert werden \u2013 Stichwort NPS. Auch die Einbindung von Kontaktformularen in Newsletter oder Websites erweitert die M\u00f6glichkeiten, wie beispielsweise f\u00fcr das Marketing zur Lead-Generierung oder f\u00fcr das Qualit\u00e4tsmanagement zur Reklamationsbewertung. Mit der Zeit erkennen immer mehr Abteilungen den Wert des Systems und der Insights, die wir damit gewinnen, selbst wenn sie nicht aktiv damit arbeiten.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.adito.de\/whitepaper\/25-crm-gruende-web.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter wp-image-6117 size-full\" src=\"https:\/\/www.adito.de\/knowhow\/blog\/wp-content\/uploads\/CTA_25Gru\u0308nde-1.jpg\" alt=\"Zum Download Whitepaper 25 Gr\u00fcnde f\u00fcr ein CRM\" width=\"680\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.adito.de\/knowhow\/blog\/wp-content\/uploads\/CTA_25Gru\u0308nde-1.jpg 680w, https:\/\/www.adito.de\/knowhow\/blog\/wp-content\/uploads\/CTA_25Gru\u0308nde-1-300x99.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 680px) 100vw, 680px\" \/><\/a><\/p>\n<h2 id=\"massnahmen\" class=\"position\"><strong><span style=\"font-size: 16pt;\">Welche konkreten Ma\u00dfnahmen w\u00fcrdest du empfehlen, um die Nutzerakzeptanz eines CRM-Systems zu steigern?<\/span><\/strong><\/h2>\n<p><strong>Gerald Groicher:<\/strong> Das Management der Nutzerakzeptanz h\u00e4ngt von ein paar Faktoren ab. Zum einen Erwartungshaltung und die Bef\u00e4higung der Nutzer. Was erwarten sich die Nutzer vom System? Was muss es k\u00f6nnen? Wie wird es sich weiterentwickeln? Werden meine W\u00fcnsche ber\u00fccksichtigt? Wie viel Gestaltungsm\u00f6glichkeit hat der einzelne User?<\/p>\n<p>Dabei kommt es auch auf die Gr\u00f6\u00dfe der Organisation und der Abteilungen an. Eine allgemeine Regel gibt es da nicht. Bei 10-50 Usern ist das vielleicht leichter als bei 300 oder 1000 Usern.<\/p>\n<p>Das zweite ist das Management der F\u00e4higkeiten der User. Da gibt es \u201egute User\u201c, die wissen, wie sie Systeme f\u00fcr sich am besten nutzen k\u00f6nnen und effizient damit arbeiten. Dann gibt es User, die sich vielleicht nicht so gut damit auskennen, aber froh sind, dass sie es nutzen. Wenn sie Probleme haben, fragen sie einfach kurz und sind gl\u00fccklich.<\/p>\n<p>Und dann gibt es noch die Nutzer, die sich noch nicht so gut auskennen und nicht wissen, wie man das System effizient nutzt. Die versuchen aber auch nicht sich weiterzubilden, sondern kritisieren in erster Linie das System. Das ist ein wesentlicher Faktor, den man nicht untersch\u00e4tzen sollte. Da muss man hinh\u00f6ren, um herauszufinden, wie man dieser User-Gruppe vielleicht die Angst vor der eigenen Unwissenheit nehmen und ihren F\u00e4higkeitsgrad gezielt steigern kann. Ziel muss sein, dass diese User dann vielleicht zu Key Usern werden oder zu Usern, die sich gut auskennen.<\/p>\n<p><iframe title=\"Ma\u00dfnahmen um die Nutzerakzeptanz zu steigern - Fundermax\" src=\"https:\/\/player.vimeo.com\/video\/1062039629?h=88d0812be1&amp;dnt=1&amp;app_id=122963\" width=\"1170\" height=\"658\" frameborder=\"0\" allow=\"autoplay; fullscreen; picture-in-picture; clipboard-write; encrypted-media; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\"><\/iframe><\/p>\n<h2 id=\"bestehendescrm\" class=\"position\"><strong><span style=\"font-size: 16pt;\">Hast du konkrete Handlungsempfehlungen, wie man die Nutzerakzeptanz steuern kann, wenn man bereits ein CRM im Einsatz hat?<\/span><\/strong><\/h2>\n<p><strong>Gerald Groicher:<\/strong> Ja, die Faktoren, die ich eben genannt habe, Erwartungshaltung und F\u00e4higkeitssgrad der Nutzer gelten vom Go-Live bis in alle Ewigkeit.<\/p>\n<p>Speziell bei bestehenden CRM-Systemen w\u00fcrde ich empfehlen zun\u00e4chst einmal zu analysieren, wo man aktuell steht. Zum Beispiel durch eine User-Umfrage:<\/p>\n<p>Was w\u00fcnscht ihr euch? Wo k\u00f6nnen wir euch in ein, zwei, drei Jahren besser im t\u00e4glichen Arbeiten unterst\u00fctzen? Man sollte wirklich einmal die Meinung aller User einholen. Wenn man merkt, es besteht ein Ver\u00e4nderungsbedarf, sollte man diese Anforderungen clustern: Wo besteht gro\u00dfer Bedarf? Was w\u00fcnschen sich viele User? Was sind eher Randthemen, die man auch klar ablehnen muss.<\/p>\n<p>Wichtig ist, das Bestehende einmal au\u00dfen vor zu lassen und von Grund auf zu pr\u00fcfen, was gut l\u00e4uft und was nicht so gut l\u00e4uft. Wie k\u00f6nnen wir die Zukunft gemeinsam weiter gestalten?<\/p>\n<h2 id=\"key-learnings\" class=\"position\"><strong><span style=\"font-size: 14pt;\">Was sind eure Key Learnings, um die User Akzeptanz zu steigern?<\/span><\/strong><\/h2>\n<p><strong>Gerald Groicher:<\/strong> Ein Key Learning ist: Der Grundstein wird rund um den Go-Live gesetzt, nicht erst zum Go-Live. Man muss tats\u00e4chlich schon in der ersten Entwicklungsphase lange vor dem Go-Live Mitarbeiter einbinden. Wenn das gut funktioniert, den Go-live gut \u00fcber die B\u00fchne bringen und danach sicherstellen, dass man gen\u00fcgend Ressourcen hat, um auf die Bed\u00fcrfnisse und Fragen der User einzugehen.<\/p>\n<p>Punkt zwei w\u00e4re f\u00fcr mich das Gleichgewicht zwischen der Nutzerf\u00e4higkeit \u2013 also wie gut nutzen die User das System, wie gut kennen sie sich aus \u2013 und der Entwicklungsgeschwindigkeit. Es bringt nichts, wenn man das System schnell weiterentwickelt, aber nicht gen\u00fcgend Ressourcen hat, um die User zu schulen. Diese m\u00fcssen die ganzen Entwicklungsschritte mitgehen, um die neuen Features gut und effizient nutzen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><iframe title=\"Key-learnings zur Nutzerakzeptanz - Fundermax\" src=\"https:\/\/player.vimeo.com\/video\/1062038225?h=4aae5c9bd5&amp;dnt=1&amp;app_id=122963\" width=\"1170\" height=\"658\" frameborder=\"0\" allow=\"autoplay; fullscreen; picture-in-picture; clipboard-write; encrypted-media; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\"><\/iframe><\/p>\n<p>Da muss man ein Gleichgewicht schaffen zwischen gen\u00fcgend Ressourcen, gen\u00fcgend Schulung und einem stetigen Entwicklungsprozess des Systems, der gut zu den F\u00e4higkeiten der Nutzer passt. Diese Erkenntnis hatten wir am Anfang noch nicht. Aber jetzt nach zwei Jahren ist das ein wesentlicher Baustein geworden, auf den wir uns jetzt und auch n\u00e4chstes Jahr st\u00e4rker fokussieren werden.<\/p>\n<p>Ein dritter Punkt ist die Praxisn\u00e4he der Schulungen. Wir haben gemerkt, als CRM-Weiterentwicklungsteam k\u00f6nnen wir User zwar technisch gut schulen, ihnen gewisse Features und deren Vorteile zeigen, aber wir k\u00f6nnen ihnen schwer vermitteln, wie sie dieses Feature f\u00fcr sich selbst im t\u00e4glichen Arbeiten effizient benutzen.<\/p>\n<p>Wir haben eine dezentrale Vertriebsorganisation und sind weltweit beheimatet. Jedes Land und jedes Team kann grunds\u00e4tzlich so arbeiten, wie es m\u00f6chte. Und dadurch haben sich auch sehr viele unterschiedliche Prozesse entwickelt, wie der Vertrieb, die mit dem System arbeitet. Beispielsweise nutzen manche Organisationen komplett unterschiedliche Felder f\u00fcr die Forecast Darstellung. Um gut vermitteln zu k\u00f6nnen, wie im jeweiligen Team gearbeitet wird, macht es Sinn, dass eine Person aus dem Team einen Mitarbeiter, der neu beginnt, schult. Nur so lernt der User neben den Funktionen auch wie er effizient mit seinen Kollegen arbeitet. Das funktioniert am besten \u00fcber Key User.<\/p>\n<p>Ein weiteres Fokusthema, wenn man ein CRM einf\u00fchrt, ist auch, dass man Key User, die sich gut auskennen und engen Kontakt zu ihrem Team haben, mehr bef\u00e4higt, beim On- und Offboarding Prozess gut geregelte Abl\u00e4ufe sicherzustellen.<\/p>\n<p><strong>Zusammenfassend nehme ich jetzt drei sehr wichtige Punkte mit. Zum einen, den User einbinden. Er ist derjenige, der das System im Idealfall t\u00e4glich nutzt. Punkt 2 w\u00e4re das Management Commitment. Dass das Management vorlebt, dass dieses System genutzt wird und relevant ist. Und Drittens, dass man von Beginn an gen\u00fcgend Ressourcen einplant und diese dann auch je nach Bedarf anpasst. Grunds\u00e4tzlich, dass man die Notwendigkeit erkennt, von Anfang an ad\u00e4quat an das Thema heranzugehen. Man hat gemerkt, wie wichtig Nutzerakzeptanz ist \u2013 durch den kompletten Projektverlauf hinweg. Nutzerakzeptanz ist nicht mit dem Go-Live abgeschlossen. Man muss kontinuierlich dranbleiben. Euer Werdegang ist da auch Inspiration oder Wegweiser f\u00fcr andere Unternehmen, gerade wenn sie sich schwer damit tun. Danke f\u00fcr die Einblicke, Gerald.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.adito.de\/knowhow\/blog\/wp-content\/uploads\/Gerald-Groicher.jpeg\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-7075 alignleft\" src=\"https:\/\/www.adito.de\/knowhow\/blog\/wp-content\/uploads\/Gerald-Groicher.jpeg\" alt=\"Gerald Groicher\" width=\"295\" height=\"369\" srcset=\"https:\/\/www.adito.de\/knowhow\/blog\/wp-content\/uploads\/Gerald-Groicher.jpeg 295w, https:\/\/www.adito.de\/knowhow\/blog\/wp-content\/uploads\/Gerald-Groicher-240x300.jpeg 240w\" sizes=\"(max-width: 295px) 100vw, 295px\" \/><\/a><a href=\"hhttps:\/\/www.linkedin.com\/in\/gerald-groicher-b2269b107\/\">Gerald Groicher<\/a> ist Team Leader Digital Customer Experience bei der <a href=\"https:\/\/www.fundermax.com\/de\">Fundermax GmbH<\/a> und verantwortet die strategische Weiterentwicklung des CRM-Systems. Sein Fokus liegt auf der Optimierung der CRM-Prozesse, sowie dem Ausbau des CRM-Reportings. Eng damit verkn\u00fcpft ist der Aufbau des Lead-Managements, das in Abstimmung mit der CRM-L\u00f6sung weiterentwickelt wird, um eine optimale Vertriebsunterst\u00fctzung sicherzustellen.<br \/>\nZus\u00e4tzlich setzt er auf Ma\u00dfnahmen zur Verbesserung der Performance, Usability und das gezielte Enabling der User, um die Nutzerakzeptanz nachhaltig zu steigern. Mit seiner umfassenden CRM-Erfahrung \u2013 sowohl im Tagesgesch\u00e4ft als auch bei der Implementierung eines neuen CRM-Systems \u2013 liefert er wertvolle Einblicke in die erfolgreiche Digitalisierung und CRM-Implementierung.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unsere CRM-Studie 2026 hat gezeigt: 37 % der befragten Unternehmen haben bereits CRM-Projekte abgebrochen. Die Gr\u00fcnde daf\u00fcr sind vielf\u00e4ltig \u2013 Datenmigration, fehlende interne Ressourcen, komplexe Systemintegrationen und mangelnde Nutzerakzeptanz. Mit unserer \u00fcber 35-j\u00e4hrigen CRM-Erfahrung wissen wir, dass das auch anders geht und sich diese H\u00fcrden mit den richtigen Ma\u00dfnahmen meistern lassen. Im Interview mit Gerald [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":49,"featured_media":7045,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[13],"tags":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v14.6.1 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Nutzerakzeptanz im CRM steigern - Fundermax im Interview<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Wie steigert man die Nutzerakzeptanz in einem CRM-Projekt? Was muss man beachten? 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