{"id":8211,"date":"2026-09-07T15:50:33","date_gmt":"2026-09-07T13:50:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.adito.de\/knowhow\/blog\/?p=8211"},"modified":"2026-09-08T11:05:48","modified_gmt":"2026-09-08T09:05:48","slug":"omnichannel-marketing-im-b2b","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.adito.de\/knowhow\/blog\/omnichannel-marketing-im-b2b","title":{"rendered":"Omnichannel Marketing im B2B: Strategie, Praxis und die Rolle von CRM"},"content":{"rendered":"<p>Omnichannel Marketing im B2B bedeutet, dass Marketing, Vertrieb und Service nicht losgel\u00f6st voneinander kommunizieren, sondern die bisherigen Kontakte eines Kunden oder Accounts mitdenken. Fr\u00fchere Interaktionen, Interessen und Gespr\u00e4che flie\u00dfen dabei in die weitere Ansprache ein. So kann sich die Kommunikation Schritt f\u00fcr Schritt am tats\u00e4chlichen Verlauf der Kundenbeziehung orientieren.<br \/>\nIm B2B Umfeld ist das besonders wichtig, weil Kaufentscheidungen selten von einer einzelnen Person getroffen werden. H\u00e4ufig sind mehrere Ansprechpartner aus unterschiedlichen Bereichen beteiligt, die \u00fcber verschiedene Kan\u00e4le mit dem Unternehmen in Kontakt kommen. Omnichannel Marketing hilft dabei, diese Touchpoints sinnvoll miteinander zu verbinden und daraus passende n\u00e4chste Schritte f\u00fcr Marketing und Vertrieb abzuleiten.<\/p>\n<div style=\"text-align: center; width: 100%; height: 50%; padding: 15px; background-color: #eef5f7;\">\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li style=\"text-align: left;\"><a href=\"#was-ist-omnichannel-marketing\">Was ist Omnichannel Marketing? Definition und Bedeutung<\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: left;\"><a href=\"#warum-omnichannel-marketing-anders\">Warum Omnichannel Marketing im B2B anders funktioniert<\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: left;\"><a href=\"#b2b-omnichannel-strategie\">Der Kern einer B2B Omnichannel Strategie: Signale in Kontext setzen<\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: left;\"><a href=\"#strategien-omnichannel-marketing\">Vier Strategien f\u00fcr Omnichannel Marketing im B2B<\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: left;\"><a href=\"#crm-omnichannel-marketing\">Welche Rolle spielt CRM im Omnichannel Marketing?<\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: left;\"><a href=\"#praxisbeispiel-omnichannel-marketing\">Praxisbeispiel: Omnichannel Marketing im B2B gezielt einsetzen<\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: left;\"><a href=\"#fazit-omnichannel\">Fazit: Omnichannel beginnt beim Kundenkontext<\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: left;\"><a href=\"#faqs-omnichannel-marketing\">FAQs Omnichannel Marketing: Die wichtigsten Fragen und Antworten<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/div>\n<h2 id=\"was-ist-omnichannel-marketing\" class=\"position\">Was ist Omnichannel Marketing? Definition und Bedeutung<\/h2>\n<p>Ein Interessent l\u00e4dt heute ein Whitepaper herunter, trifft das Unternehmen drei Wochen sp\u00e4ter auf einer Messe und spricht anschlie\u00dfend mit dem Vertrieb. F\u00fcr ihn geh\u00f6ren alle diese Kontakte mit der Firma gedanklich zusammen. Innerhalb des Unternehmens laufen sie jedoch oft als einzelne Marketing-Ma\u00dfnahmen getrennt nebeneinander her.<\/p>\n<p>Hier setzt Omnichannel Marketing im B2B an. Ziel ist es, Marketingma\u00dfnahmen \u00fcber verschiedene Kan\u00e4le hinweg so aufeinander abzustimmen, dass der n\u00e4chste Kontakt zum bisherigen Verlauf passt. Statt Newsletter, Events, Content und Vertriebsansprache getrennt zu planen, entsteht eine gemeinsame Customer Journey mit klaren \u00dcberg\u00e4ngen zwischen den einzelnen Phasen.<br \/>\nDadurch entsteht eine Kommunikation, die zum bisherigen Verlauf der Customer Journey passt und Marketing sowie Vertrieb auf einer gemeinsamen Linie h\u00e4lt. Entscheidend ist deshalb nicht, wie viele Kan\u00e4le ein Unternehmen nutzt, sondern wie sinnvoll diese zusammenspielen.<\/p>\n<div style=\"width: 100%; height: 50%; padding: 15px; border: 1px solid #009ab9; text-align: left;\"><strong>Definition Omnichannel Marketing<\/strong><br \/>\nOmnichannel Marketing bezeichnet eine Marketingstrategie, bei der relevante Kommunikations- und Kontaktkan\u00e4le miteinander verkn\u00fcpft werden. Kunden sollen nicht bei jedem Touchpoint wieder bei null beginnen. Stattdessen k\u00f6nnen bisherige Interaktionen, Interessen und Informationen bei der weiteren Kommunikation ber\u00fccksichtigt werden.<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Damit unterscheidet sich Omnichannel Marketing vor allem durch den Grad der Vernetzung von anderen Ans\u00e4tzen:<\/p>\n<ul style=\"font-weight: 400;\">\n<li><strong><a href=\"https:\/\/www.adito.de\/knowhow\/blog\/multi-channel-vertrieb\">Multichannel<\/a>:<\/strong>\u00a0Ein Unternehmen nutzt mehrere Kan\u00e4le, die weitgehend unabh\u00e4ngig voneinander funktionieren.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.adito.de\/knowhow\/blog\/cross-channel-management\"><strong>Cross-Channel:<\/strong><\/a>\u00a0Einzelne Kan\u00e4le werden gezielt miteinander verbunden und erg\u00e4nzen sich.<\/li>\n<li><strong>Omnichannel:<\/strong>\u00a0 Die einzelnen Touchpoints werden so miteinander verkn\u00fcpft, dass fr\u00fchere Interaktionen bei der n\u00e4chsten Marketingma\u00dfnahme ber\u00fccksichtigt und aufeinander abgestimmt werden.<\/li>\n<\/ul>\n<table style=\"border-collapse: collapse; width: 100%; height: 219px;\">\n<tbody>\n<tr style=\"height: 42px;\">\n<td style=\"width: 25%; text-align: center; height: 39px;\"><strong>Ansatz<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 25%; height: 39px; text-align: center;\"><strong>Kan\u00e4le<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 25%; height: 39px; text-align: center;\"><strong>Daten<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 25%; height: 39px; text-align: center;\"><strong>Kundenbetrachtung<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 42px;\">\n<td style=\"width: 25%; height: 42px; text-align: center;\"><strong>Multichannel<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 25%; height: 42px; text-align: center;\">mehrere parallel<\/td>\n<td style=\"width: 25%; height: 42px; text-align: center;\">h\u00e4ufig getrennt<\/td>\n<td style=\"width: 25%; height: 42px; text-align: center;\">kanalbezogen<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 69px;\">\n<td style=\"width: 25%; height: 69px; text-align: center;\"><strong>Cross-Channel<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 25%; height: 69px; text-align: center;\">einzelne Kan\u00e4le verbunden<\/td>\n<td style=\"width: 25%; height: 69px; text-align: center;\">teilweise verkn\u00fcpft<\/td>\n<td style=\"width: 25%; height: 69px; text-align: center;\">kanal\u00fcbergreifend<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 69px;\">\n<td style=\"width: 25%; height: 69px; text-align: center;\"><strong>Omnichannel<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 25%; height: 69px; text-align: center;\">relevante Touchpoints verbunden<\/td>\n<td style=\"width: 25%; height: 69px; text-align: center;\">gemeinsamer Kontext<\/td>\n<td style=\"width: 25%; height: 69px; text-align: center;\">Kunden-\/Accountbezogen<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ein Unternehmen betreibt also nicht automatisch Omnichannel Marketing, nur weil es Newsletter versendet, auf LinkedIn aktiv ist oder Webinare anbietet. Entscheidend ist, ob und wie verf\u00fcgbare Informationen zwischen diesen Touchpoints weitergegeben und f\u00fcr die weitere Kundenansprache genutzt werden k\u00f6nnen<strong>. <\/strong>Wie anspruchsvoll diese Vernetzung ist, h\u00e4ngt stark vom jeweiligen Gesch\u00e4ftsmodell und der Struktur der Customer Journey ab.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Im <strong>B2C<\/strong> steht meist eine einzelne Person mit ihren Kontakten zum Unternehmen im Mittelpunkt. Im <strong>B2B<\/strong> ist die Customer Journey deutlich komplexer: H\u00e4ufig sind mehrere Ansprechpartner eines Unternehmens an einer Entscheidung beteiligt und bilden gemeinsam ein <strong>Buying Center (BC)<\/strong>. Je nach Aufgabengebiet und Rolle unterscheiden sich Interessen, Informationsbed\u00fcrfnisse und Entscheidungskompetenzen. Gleichzeitig erstreckt sich der Kaufprozess oft \u00fcber Wochen oder Monate und verbindet digitale Kontakte mit pers\u00f6nlichen Gespr\u00e4chen, etwa auf Messen oder mit dem Vertrieb.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Damit reicht es im B2B nicht aus, nur einzelne Kan\u00e4le miteinander zu verkn\u00fcpfen. Auch die verschiedenen Personen, Rollen und Kontaktpunkte innerhalb eines Accounts m\u00fcssen \u00fcber den gesamten Entscheidungsprozess hinweg ber\u00fccksichtigt werden.<\/p>\n<h2 id=\"warum-omnichannel-marketing-anders\" class=\"position\">Warum Omnichannel Marketing im B2B anders funktioniert<\/h2>\n<p>Daraus ergeben sich besondere Anforderungen an Omnichannel Marketing. Marketingma\u00dfnahmen richten sich nicht nur an einzelne Kontakte, sondern m\u00fcssen ber\u00fccksichtigen, wie verschiedene Personen innerhalb eines Accounts miteinander verbunden sind, welche Phase der Entscheidungsprozess erreicht hat und welche Interaktionen in der Vergangenheit bereits stattgefunden haben. Digitale Touchpoints und pers\u00f6nliche Kontakte greifen dabei laufend ineinander.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Eine typische B2B Customer Journey kann beispielsweise so aussehen:<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ein Mitarbeiter eines Unternehmens liest einen Fachartikel und l\u00e4dt anschlie\u00dfend passend dazu ein relevantes Whitepaper herunter. Eine Kollegin desselben Unternehmens nimmt einige Wochen sp\u00e4ter an einem Webinar desselben Anbieters teil. Auf einer Messe f\u00fchrt ein dritter Ansprechpartner ein Gespr\u00e4ch mit dem Vertrieb. Daraus entsteht anschlie\u00dfend eine konkrete Verkaufschance.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Betrachtet ein Unternehmen diese Kontakte isoliert, entstehen drei voneinander unabh\u00e4ngige Aktivit\u00e4ten der drei verschiedenen Personen. Aus<a href=\"https:\/\/www.adito.de\/knowhow\/blog\/b2b-crm-komplexe-kundenbeziehungen-im-blick\"> Account-Perspektive<\/a> sind sie dagegen Teil derselben Gesch\u00e4ftsbeziehung.<\/p>\n<div class=\"bs-shortcode-alert alert alert-info\">F\u00fcr Omnichannel Marketing im B2B reicht es deshalb nicht, einzelne Kontakte isoliert zu betrachten. Entscheidend ist, den gesamten Account im Blick zu behalten:\u00a0<strong>Welche Personen sind beteiligt, welche Rollen \u00fcbernehmen sie im Entscheidungsprozess und welche Ber\u00fchrungspunkte gab es bereits?<\/strong><\/div>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Im B2B entstehen wichtige Kundenkontakte aber nicht nur im Marketing mit dem Interessenten. Auch Gespr\u00e4che mit dem Vertrieb, Angebote oder Servicef\u00e4lle beeinflussen, was beim Kunden gerade relevant ist. Eine Omnichannel-Strategie sollte deshalb auch diese Informationen einbeziehen und somit Marketing, Vertrieb und Service miteinander verbinden.<\/p>\n<h2 id=\"b2b-omnichannel-strategie\" class=\"position\">Der Kern einer B2B Omnichannel Strategie: Signale in Kontext setzen<\/h2>\n<p>Wie l\u00e4sst sich nun eine Omnichannel-Marketing-Strategie im B2B sinnvoll aufbauen?<\/p>\n<p>Eine praktikable Omnichannel-Strategie l\u00e4sst sich auf <strong>drei<\/strong> zentrale Schritte reduzieren: <strong>Signal, Kontext und Aktion. <\/strong>Dahinter steckt ein einfacher Gedanke: Einzelne Interaktionen liefern zun\u00e4chst nur Hinweise. Erst im Zusammenhang mit der bisherigen Customer Journey (Kontext) wird daraus eine belastbare Grundlage f\u00fcr den n\u00e4chsten Schritt (Aktion).<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-8253 size-full aligncenter\" src=\"https:\/\/www.adito.de\/knowhow\/blog\/wp-content\/uploads\/SignalKontextAktion-2.png\" alt=\"Wie wird ein Kundensignal mit einem Kontext versehen zu einer Aktion \" width=\"826\" height=\"331\" srcset=\"https:\/\/www.adito.de\/knowhow\/blog\/wp-content\/uploads\/SignalKontextAktion-2.png 826w, https:\/\/www.adito.de\/knowhow\/blog\/wp-content\/uploads\/SignalKontextAktion-2-300x120.png 300w, https:\/\/www.adito.de\/knowhow\/blog\/wp-content\/uploads\/SignalKontextAktion-2-768x308.png 768w\" sizes=\"(max-width: 826px) 100vw, 826px\" \/><\/p>\n<h3 style=\"font-weight: 400;\">Kundensignale erkennen<\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\">An verschiedenen Touchpoints entstehen laufend Hinweise darauf, womit sich ein Interessent oder Kunde besch\u00e4ftigt. F\u00fcr sich allein genommen sind diese Interaktionen oft noch wenig aussagekr\u00e4ftig. Im Zusammenspiel helfen sie aber dabei, Interesse, Bedarf oder Ver\u00e4nderungen in einer Kundenbeziehung besser einzuordnen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Solche Signale k\u00f6nnen beispielsweise sein:<\/p>\n<ul style=\"font-weight: 400;\">\n<li>Download eines Whitepapers<\/li>\n<li>Anmeldung zu einem Webinar<\/li>\n<li>Reaktion auf eine Kampagne<\/li>\n<li>Besuch einer Veranstaltung<\/li>\n<li>Anfrage \u00fcber die Website<\/li>\n<li>Gespr\u00e4ch mit dem Vertrieb<\/li>\n<li>bestehender Servicefall<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wichtig ist dabei, ein einzelnes Signal nicht direkt \u00fcberzubewerten. Ein Whitepaper-Download bedeutet beispielsweise noch nicht, dass ein Interessent kurz vor einer Kaufentscheidung steht. Erst wenn weitere Informationen hinzukommen, l\u00e4sst sich besser einsch\u00e4tzen, wie relevant dieses Signal tats\u00e4chlich ist.<\/p>\n<h3 style=\"font-weight: 400;\">Informationen in den richtigen Kontext setzen<\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Hier kommt der Kunden- und Account-Kontext ins Spiel. Ein Signal wird erst dann wirklich nutzbar, wenn klar ist, <strong>wer dahintersteht, zu welchem Unternehmen der Kontakt geh\u00f6rt und was rund um diesen Account bereits passiert ist.<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Dazu geh\u00f6ren unter anderem:<\/p>\n<ul style=\"font-weight: 400;\">\n<li>Zu welchem Unternehmen geh\u00f6rt der Kontakt?<\/li>\n<li>Welche weiteren Ansprechpartner sind bekannt?<\/li>\n<li>Welche Themen interessieren den Account?<\/li>\n<li>Welche Interaktionen haben bereits stattgefunden?<\/li>\n<li>Gibt es eine offene Opportunity bei dem jeweiligen Unternehmen?<\/li>\n<li>Ist das Unternehmen bereits Kunde?<\/li>\n<li>Wann fand der letzte pers\u00f6nliche Kontakt statt?<\/li>\n<li>Gibt es aktuell offene Servicef\u00e4lle?<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Damit ver\u00e4ndert sich die Perspektive: Statt einzelne Klicks oder Kontakte isoliert zu bewerten, wird sichtbar, wie ein Signal in die bisherige Gesch\u00e4ftsbeziehung einzuordnen ist. Daraus ergibt sich die Frage, welche Reaktion im n\u00e4chsten Schritt sinnvoll ist.<\/p>\n<h3 style=\"font-weight: 400; text-align: left;\">Den n\u00e4chsten sinnvollen Schritt bestimmen<\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Auf Basis dieses Kontexts l\u00e4sst sich entscheiden, welche Ma\u00dfnahme zur aktuellen Situation des Kunden passt: Das kann eine automatisierte E-Mail sein, zus\u00e4tzlicher Fachcontent, eine Einladung zu einer Veranstaltung oder die \u00dcbergabe an den Vertrieb. In anderen Situationen kann die beste Entscheidung darin bestehen, eine geplante Marketingma\u00dfnahme zun\u00e4chst auszusetzen.<\/p>\n<div class=\"bs-shortcode-alert alert alert-info\">Omnichannel Marketing bedeutet damit nicht, nach jedem Signal m\u00f6glichst schnell eine weitere Nachricht oder erneute Aktion zu senden. <strong>Ziel ist vielmehr,<\/strong>\u00a0<strong>Marketingaktivit\u00e4ten st\u00e4rker an der tats\u00e4chlichen Situation des Kunden auszurichten<\/strong>.<\/div>\n<h2 id=\"strategien-omnichannel-marketing\" class=\"position\">Vier Strategien f\u00fcr Omnichannel Marketing im B2B<\/h2>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wie sich dieser Ansatz in der Praxis umsetzen l\u00e4sst, zeigen vier typische Anwendungsf\u00e4lle.<\/p>\n<h3>Schritt 1: Leads \u00fcber mehrere Touchpoints hinweg entwickeln<\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><a href=\"https:\/\/www.adito.de\/crm\/einsatzbereiche\/marketing\/leadmanagement.html\">B2B-Leads<\/a> entwickeln sich meist \u00fcber mehrere Interaktionen hinweg. Zwischen dem ersten Interesse und einem konkreten Vertriebsbedarf liegen oft verschiedene Touchpoints, die zusammen erst ein aussagekr\u00e4ftiges Bild ergeben.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ein Interessent liest beispielsweise zun\u00e4chst einen Blogbeitrag, l\u00e4dt sp\u00e4ter einen Leitfaden herunter und nimmt anschlie\u00dfend an einem Webinar teil. Jede dieser Aktivit\u00e4ten liefert f\u00fcr sich nur einen Bruchteil der Information: Erst im Zusammenspiel wird erkennbar, wie intensiv sich der Kontakt bereits mit einem Thema besch\u00e4ftigt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">F\u00fcr das <a href=\"https:\/\/www.adito.de\/crm\/einsatzbereiche\/marketing\/marketing-automation.html\">Lead Nurturing<\/a> bedeutet das, Kommunikation an den bisherigen Interessen und Interaktionen auszurichten. Gleichzeitig sollten Marketing und Vertrieb festlegen, welche Signale auf ein konkreteres Interesse hindeuten und ab wann eine pers\u00f6nliche Kontaktaufnahme sinnvoll ist.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">So l\u00e4sst sich der Weg vom ersten anonymen Websitebesuch \u00fcber den qualifizierten Lead bis hin zur Verkaufschance gezielt begleiten.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Omnichannel Marketing hilft hier, die einzelnen Interaktionen nicht getrennt zu behandeln, sondern als zusammenh\u00e4ngenden Verlauf. Dadurch k\u00f6nnen zuk\u00fcnftige Inhalte und n\u00e4chste Ma\u00dfnahmen gezielter auf den bisherigen Weg und die Interessen des Leads abgestimmt werden.<\/p>\n<h3 style=\"font-weight: 400;\">Schritt 2: Nicht nur einzelne Kontakte, sondern Accounts betrachten<\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Eine der wichtigsten Besonderheiten von Omnichannel Marketing im B2B ist die Account-Perspektive.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Angenommen, eine technische Fachkraft eines Unternehmens l\u00e4dt einen Leitfaden herunter. Einige Wochen sp\u00e4ter meldet sich die Einkaufsleitung f\u00fcr ein Webinar an, w\u00e4hrend ein Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer auf einer Messe mit dem Vertrieb spricht. Eine rein kontaktbasierte Betrachtung w\u00fcrde drei voneinander getrennte Aktivit\u00e4ten zeigen. Werden die Kontakte dagegen einem gemeinsamen Account zugeordnet, wird sichtbar, dass sich mehrere Personen desselben Unternehmens mit einem Thema besch\u00e4ftigen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das hilft beispielsweise dabei, relevante Buying Groups zu erkennen, unterschiedliche Rollen im Entscheidungsprozess besser zu ber\u00fccksichtigen und Marketing- sowie Vertriebsma\u00dfnahmen aufeinander abzustimmen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Omnichannel Marketing schafft hier den Zusammenhang zwischen den einzelnen Personen und ihren Touchpoints. Statt drei voneinander losgel\u00f6ster Kontakte entsteht ein gemeinsames Bild des Accounts, das f\u00fcr Ansprache, Priorisierung und weitere Ma\u00dfnahmen genutzt werden kann.<\/p>\n<h3 style=\"font-weight: 400;\">Schritt 3: Events und pers\u00f6nliche Kontakte in digitale Journeys integrieren<\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Messen, Webinare, Kundentage und andere Veranstaltungen spielen im B2B weiterhin eine wichtige Rolle. Trotzdem werden<a href=\"https:\/\/www.adito.de\/crm\/einsatzbereiche\/marketing\/eventmanagement.html\"> Eventkontakte<\/a> h\u00e4ufig getrennt von digitalen Marketingaktivit\u00e4ten behandelt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">F\u00fcr eine Omnichannel Customer Journey sollte ein Event dagegen als weiterer Touchpoint innerhalb einer bestehenden Kundenbeziehung betrachtet werden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Bereits vor einer Veranstaltung k\u00f6nnen passende Accounts gezielt eingeladen werden. Bei der Anmeldung entstehen weitere Informationen zu Interessen oder Teilnehmern. Gespr\u00e4che w\u00e4hrend des Events erg\u00e4nzen den vorhandenen Kontext. Im Anschluss lassen sich Follow-ups danach ausrichten, was bereits bekannt ist und welche n\u00e4chsten Schritte vereinbart wurden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Dadurch wird aus einem isolierten Messekontakt ein Bestandteil der gesamten Customer Journey.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Omnichannel Marketing sorgt hier daf\u00fcr, dass ein Event nicht als isolierte Ma\u00dfnahme endet. Die Informationen aus Einladung, Teilnahme, pers\u00f6nlichem Gespr\u00e4ch und anschlie\u00dfendem Follow-up k\u00f6nnen aufeinander aufbauen und in die weitere Customer Journey einflie\u00dfen.<\/p>\n<h3>Schritt<span style=\"font-weight: 400; text-transform: initial;\"> 4: Vertriebs- und Serviceinformationen im Marketing ber\u00fccksichtigen<\/span><\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Omnichannel Marketing endet nicht mit der \u00dcbergabe eines Leads an den Vertrieb und auch nicht mit dem Vertragsabschluss. Gerade bei langfristigen B2B-Kundenbeziehungen entstehen anschlie\u00dfend viele weitere Informationen. Dazu geh\u00f6ren neue Projekte, Vertriebsaktivit\u00e4ten, Vertrags\u00e4nderungen oder Servicef\u00e4lle.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Diese Informationen k\u00f6nnen einen gro\u00dfen Einfluss darauf haben, welche Marketingkommunikation gerade sinnvoll ist.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ein einfaches Beispiel: Ein Bestandskunde hat ein kritisches Serviceproblem, w\u00e4hrend parallel eine automatisierte Kampagne f\u00fcr ein zus\u00e4tzliches Produkt l\u00e4uft. Ohne gemeinsamen Kundenkontext werden beide Prozesse unabh\u00e4ngig voneinander fortgesetzt. Werden Serviceinformationen ber\u00fccksichtigt, kann die Marketingma\u00dfnahme angepasst oder vor\u00fcbergehend pausiert werden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">So entsteht eine Kundenkommunikation, die besser zur tats\u00e4chlichen Situation passt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-8256 size-full aligncenter\" src=\"https:\/\/www.adito.de\/knowhow\/blog\/wp-content\/uploads\/Strategien-Omnichannel-1.png\" alt=\"F\u00fcr eine erfolgreiche Omnichannel Marketing Strategie werden vier verschiedene Schritte ben\u00f6tigt\" width=\"697\" height=\"392\" srcset=\"https:\/\/www.adito.de\/knowhow\/blog\/wp-content\/uploads\/Strategien-Omnichannel-1.png 697w, https:\/\/www.adito.de\/knowhow\/blog\/wp-content\/uploads\/Strategien-Omnichannel-1-300x169.png 300w\" sizes=\"(max-width: 697px) 100vw, 697px\" \/><\/p>\n<h2 id=\"crm-omnichannel-marketing\" style=\"font-weight: 400;\">Welche Rolle spielt CRM im Omnichannel Marketing?<\/h2>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ein <a href=\"https:\/\/www.adito.de\/crm\/einsatzbereiche\/marketing.html\">CRM-System<\/a> schafft daf\u00fcr die notwendige Daten- und Prozessgrundlage. Informationen aus unterschiedlichen Touchpoints werden dort zusammengef\u00fchrt und so aufbereitet, dass sie f\u00fcr die weitere Kundenansprache genutzt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Im CRM lassen sich Unternehmen und Ansprechpartner miteinander verkn\u00fcpfen, Aktivit\u00e4ten dokumentieren sowie Leads und Verkaufschancen nachvollziehen. Auch Marketinginteraktionen, Kampagnen, Veranstaltungen oder Serviceinformationen k\u00f6nnen in diese gemeinsame Sicht einflie\u00dfen. So entsteht eine Historie, auf die verschiedene Fachbereiche zugreifen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">F\u00fcr das Marketing wird dadurch zum Beispiel sichtbar, welche Interessen ein Kontakt bereits gezeigt hat, welchen Kundenstatus er hat oder an welchen Ma\u00dfnahmen er teilgenommen hat. Der Vertrieb kann bei der \u00dcbernahme eines Leads nachvollziehen, welche Marketingkontakte bereits stattgefunden haben. Der Service erh\u00e4lt wiederum zus\u00e4tzlichen Kontext zur bestehenden Gesch\u00e4ftsbeziehung.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Dabei muss das CRM nicht s\u00e4mtliche beteiligten Systeme ersetzen. Relevante Daten entstehen in der Praxis oft auch in ERP-Systemen, Marketingtools, auf Websites, in Serviceanwendungen oder anderen Fachsystemen. Entscheidend ist deshalb, diese Systeme \u00fcber passende Schnittstellen so zu verbinden, dass die ben\u00f6tigten Informationen dort verf\u00fcgbar sind, wo sie gebraucht werden.<\/p>\n<div class=\"bs-shortcode-alert alert alert-info\">Dabei gilt allerdings nicht: Je mehr Daten, desto besser. F\u00fcr Omnichannel Marketing ist vor allem wichtig,\u00a0<strong>die Informationen verf\u00fcgbar zu machen, die f\u00fcr Entscheidungen und n\u00e4chste Aktionen tats\u00e4chlich relevant sind<\/strong>.<\/div>\n<h2 id=\"praxisbeispiel-omnichannel-marketing\" style=\"font-weight: 400;\">Praxisbeispiel: Omnichannel Marketing im B2B gezielt einsetzen<\/h2>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wie die einzelnen Elemente zusammenspielen, l\u00e4sst sich an einem typischen B2B-Szenario zeigen: Ein mittelst\u00e4ndisches Produktionsunternehmen besch\u00e4ftigt sich mit der Einf\u00fchrung einer neuen Softwarel\u00f6sung.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Zun\u00e4chst st\u00f6\u00dft eine Mitarbeiterin aus dem Fachbereich \u00fcber LinkedIn auf einen Fachartikel und besucht anschlie\u00dfend die Website. Dort l\u00e4dt sie einen Leitfaden herunter. Der Kontakt wird erfasst und dem entsprechenden Unternehmen zugeordnet.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Einige Wochen sp\u00e4ter nimmt ein weiterer Ansprechpartner desselben Unternehmens an einem Webinar teil. Dadurch entsteht ein zus\u00e4tzliches Signal: Das Thema scheint nicht nur f\u00fcr eine einzelne Person relevant zu sein.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Sp\u00e4ter besucht das Unternehmen eine Fachmesse. Dort spricht ein Vertriebsmitarbeiter mit einem dritten Ansprechpartner und dokumentiert das Gespr\u00e4ch. Da alle Personen demselben Account zugeordnet sind, kann der Vertrieb bereits erkennen, welche Themen vorher \u00fcber Marketingaktivit\u00e4ten Interesse erzeugt haben.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aus dem Gespr\u00e4ch entsteht eine konkrete Verkaufschance. Marketingaktivit\u00e4ten k\u00f6nnen nun angepasst werden: <strong>Statt allgemeines Einstiegswissen zu versenden, erh\u00e4lt der Account beispielsweise Inhalte, die zur aktuellen Entscheidungsphase passen<\/strong>. Gleichzeitig ist f\u00fcr den Vertrieb sichtbar, welche Kommunikation bereits stattgefunden hat.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Nach einem Vertragsabschluss endet diese Historie nicht. Sp\u00e4tere Serviceanfragen, Veranstaltungen oder weitere Vertriebsm\u00f6glichkeiten erg\u00e4nzen den bestehenden Kundenkontext und k\u00f6nnen wiederum die zuk\u00fcnftige Kommunikation beeinflussen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aus einzelnen Touchpoints wird so eine zusammenh\u00e4ngende B2B Customer Journey.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">F\u00fcr den Einstieg braucht es keine vollst\u00e4ndig vernetzte Systemlandschaft und auch nicht sofort eine ausgearbeitete Journey f\u00fcr jeden Kanal. Sinnvoller ist es, mit einem konkreten B2B-Prozess zu starten und diesen so aufzubauen, dass Marketing, Vertrieb und Service mit denselben Informationen arbeiten k\u00f6nnen.<\/p>\n<ol>\n<li style=\"font-weight: 400;\"><strong> Mit einem konkreten B2B-Anwendungsfall starten<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Am Anfang sollte nicht die Frage stehen, welche Kan\u00e4le technisch miteinander verbunden werden k\u00f6nnen, sondern welcher Prozess verbessert werden soll.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Geeignete Anwendungsf\u00e4lle sind zum Beispiel:<\/p>\n<ul style=\"font-weight: 400;\">\n<li>Leads aus Content, Webinaren und Events gezielter weiterentwickeln<\/li>\n<li>Messekontakte strukturiert nachbereiten<\/li>\n<li>mehrere Ansprechpartner eines Accounts gemeinsam betrachten<\/li>\n<li>Bestandskunden abh\u00e4ngig von Vertriebs- oder Serviceaktivit\u00e4ten ansprechen<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"font-weight: 400;\">F\u00fcr jeden Anwendungsfall sollte klar sein, welches Ziel verfolgt wird. Bei der Messe-Nachbereitung kann das beispielsweise die schnellere Qualifizierung relevanter Kontakte sein. Beim Lead Nurturing geht es eher darum, Interessen \u00fcber mehrere Interaktionen hinweg zu erkennen und den richtigen Zeitpunkt f\u00fcr die Vertriebs\u00fcbergabe zu bestimmen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">So bleibt Omnichannel Marketing von Beginn an an einem konkreten Gesch\u00e4ftsprozess ausgerichtet und wird nicht zu einem reinen Kanalprojekt.<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li style=\"font-weight: 400;\"><strong> Touchpoints nicht nur sammeln, sondern miteinander verbinden<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Im n\u00e4chsten Schritt werden die Touchpoints betrachtet, die f\u00fcr den ausgew\u00e4hlten Prozess tats\u00e4chlich relevant sind. Dabei reicht es nicht, eine Liste aus Website, Newsletter, LinkedIn, Webinar, Messe und Vertriebsgespr\u00e4ch zu erstellen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wichtiger ist die Frage,\u00a0welche Information an einem Touchpoint entsteht und f\u00fcr welchen sp\u00e4teren Schritt sie relevant ist.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Bei einer Webinar-Anmeldung kann beispielsweise das gew\u00e4hlte Thema interessant sein. Ein Messegespr\u00e4ch liefert m\u00f6glicherweise Informationen zu einem konkreten Projekt. Eine Opportunity zeigt wiederum, dass sich der Account bereits in einer fortgeschrittenen Entscheidungsphase befindet.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">So entsteht aus einzelnen Kontaktpunkten eine nachvollziehbare Abfolge: Informationen aus einem Touchpoint k\u00f6nnen die n\u00e4chsten Marketing- oder Vertriebsma\u00dfnahmen beeinflussen.<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li style=\"font-weight: 400;\"><strong> Kontakte, Accounts und Kundenhistorie zusammenbringen<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Gerade im B2B darf Omnichannel Marketing nicht bei einzelnen Kontakten stehen bleiben. Mehrere Personen eines Unternehmens k\u00f6nnen sich parallel mit unterschiedlichen Inhalten besch\u00e4ftigen und verschiedene Rollen im Buying Center \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Deshalb sollte festgelegt werden, welche Informationen f\u00fcr die Einordnung eines Accounts ben\u00f6tigt werden. Dazu k\u00f6nnen geh\u00f6ren:<\/p>\n<ul style=\"font-weight: 400;\">\n<li>Unternehmen und zugeh\u00f6rige Ansprechpartner<\/li>\n<li>Rollen im Entscheidungsprozess<\/li>\n<li>bisherige Marketinginteraktionen<\/li>\n<li>Interessen und besuchte Veranstaltungen<\/li>\n<li>laufende Leads und Opportunities<\/li>\n<li>Angebote oder bestehende Vertr\u00e4ge<\/li>\n<li>aktuelle Vertriebsaktivit\u00e4ten<\/li>\n<li>relevante Servicef\u00e4lle<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ein CRM schafft hier die Struktur, um diese Informationen miteinander zu verkn\u00fcpfen. Entscheidend ist dabei nicht, m\u00f6glichst viele Daten zu sammeln, sondern die Informationen verf\u00fcgbar zu machen, die f\u00fcr die n\u00e4chste Entscheidung tats\u00e4chlich ben\u00f6tigt werden.<\/p>\n<ol start=\"4\">\n<li style=\"font-weight: 400;\"><strong> Festlegen, was nach einem Signal passieren soll<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Omnichannel Marketing wird erst dann praktisch nutzbar, wenn aus den vorhandenen Informationen konkrete Regeln f\u00fcr den weiteren Prozess entstehen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Daf\u00fcr sollten Marketing, Vertrieb und Service gemeinsam festlegen, wie mit bestimmten Situationen umgegangen wird.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Zum Beispiel:<\/p>\n<ul style=\"font-weight: 400;\">\n<li>Mehrere relevante Content-Interaktionen k\u00f6nnen ein intensiveres Lead Nurturing ausl\u00f6sen.<\/li>\n<li>Eine Webinar-Teilnahme zusammen mit einer bestehenden Opportunity kann ein Signal f\u00fcr eine pers\u00f6nliche Kontaktaufnahme sein.<\/li>\n<li>Nach einem Messegespr\u00e4ch kann der Vertrieb automatisch eine Aufgabe f\u00fcr das Follow-up erhalten.<\/li>\n<li>Ein kritischer Servicefall kann dazu f\u00fchren, dass eine laufende Upselling-Kampagne pausiert wird.<\/li>\n<li>Aktivit\u00e4ten mehrerer Personen desselben Accounts k\u00f6nnen bei der Priorisierung des Unternehmens ber\u00fccksichtigt werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Damit wird der Unterschied zu einfachem Multichannel Marketing besonders deutlich: Nicht jeder Kanal arbeitet nach einem eigenen Ablauf. Informationen aus einem Bereich beeinflussen, was an anderer Stelle passiert.<\/p>\n<ol start=\"5\">\n<li style=\"font-weight: 400;\"><strong> Nicht nur Kanal-KPIs, sondern den gesamten Prozess bewerten<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Auch bei der Erfolgsmessung sollte die Omnichannel-Perspektive erhalten bleiben. Einzelne Kennzahlen wie \u00d6ffnungsrate, Klickrate oder Webinar-Anmeldungen zeigen nur, wie ein bestimmter Touchpoint funktioniert.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">F\u00fcr B2B-Unternehmen sind deshalb zus\u00e4tzlich Kennzahlen interessant, die den weiteren Verlauf der Gesch\u00e4ftsbeziehung abbilden, zum Beispiel:<\/p>\n<ul style=\"font-weight: 400;\">\n<li>Wie viele qualifizierte Leads werden zu Opportunities?<\/li>\n<li>Welche Touchpoints treten h\u00e4ufig vor einer Vertriebschance auf?<\/li>\n<li>Wie viele relevante Personen eines Accounts konnten erreicht werden?<\/li>\n<li>Wie entwickeln sich Accounts nach einem Event oder einer Kampagne weiter?<\/li>\n<li>Welchen Beitrag leisten Marketingma\u00dfnahmen zur Pipeline?<\/li>\n<li>An welchen Stellen brechen Leads oder Accounts aus dem Prozess heraus?<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Ergebnisse k\u00f6nnen anschlie\u00dfend genutzt werden, um einzelne Journeys anzupassen und weitere Anwendungsf\u00e4lle einzubeziehen. So w\u00e4chst Omnichannel Marketing schrittweise aus realen Prozessen heraus, statt von Beginn an s\u00e4mtliche Kan\u00e4le und Systeme gleichzeitig abbilden zu m\u00fcssen.<\/p>\n<h2 id=\"fazit-omnichannel\" style=\"font-weight: 400;\">Fazit: Omnichannel beginnt beim Kundenkontext<\/h2>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Omnichannel Marketing im B2B bedeutet mehr, als Website, E-Mail, Social Media, Events und Vertrieb parallel zu nutzen. Entscheidend ist, Informationen aus diesen Touchpoints miteinander in Beziehung zu setzen und f\u00fcr die weitere Kundenansprache nutzbar zu machen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Gerade im B2B sollte dabei nicht nur der einzelne Kontakt betrachtet werden. Accounts bestehen h\u00e4ufig aus mehreren Personen, Entscheidungsprozesse dauern l\u00e4nger und Marketing, Vertrieb sowie Service begleiten unterschiedliche Phasen derselben Kundenbeziehung.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Eine gemeinsame Datenbasis im CRM schafft daf\u00fcr die notwendige Transparenz. Sie hilft dabei, Signale einzuordnen, Abteilungen mit demselben Kontext arbeiten zu lassen und n\u00e4chste Ma\u00dfnahmen gezielter zu steuern.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der sinnvollste Einstieg ist dabei nicht die vollst\u00e4ndige Vernetzung aller Kan\u00e4le. Eine klar definierte Customer Journey, relevante Daten und abgestimmte Prozesse reichen aus, um aus einzelnen Touchpoints Schritt f\u00fcr Schritt eine vernetzte B2B-Kundenkommunikation zu entwickeln.<\/p>\n<h2 id=\"faqs-omnichannel-marketing\" class=\"position\">FAQs Omnichannel Marketing: Die wichtigsten Fragen und Antworten<\/h2>\n<div class=\"panel-group bs-accordion-shortcode\" id=\"accordion-387514787\"><div class=\"panel panel-default open\">\n                            <div class=\"panel-heading active\">\n                              <h4 class=\"panel-title\">\n                                <a data-toggle=\"collapse\" data-parent=\"#accordion-387514787\" href=\"#accordion-387514787-pane-1\">Warum sind Kundenbeziehungen im B2B besonders komplex?<\/a>\n                              <\/h4>\n                            <\/div>\n                            <div id=\"accordion-387514787-pane-1\" class=\"panel-collapse collapse  in\">\n                              <div class=\"panel-body\"> Im B2B sind h\u00e4ufig mehrere Personen, Abteilungen und Entscheidungsstufen an einer Gesch\u00e4ftsbeziehung beteiligt. Dadurch entstehen l\u00e4ngere Vertriebsprozesse, unterschiedliche Interessen und viele Informationen, die strukturiert zusammengef\u00fchrt werden m\u00fcssen. \n                                <\/div>\n                            <\/div>\n                        <\/div><div class=\"panel panel-default \">\n                            <div class=\"panel-heading \">\n                              <h4 class=\"panel-title\">\n                                <a data-toggle=\"collapse\" data-parent=\"#accordion-387514787\" href=\"#accordion-387514787-pane-2\">Was ist der Unterschied zwischen Multichannel und Omnichannel Marketing?<\/a>\n                              <\/h4>\n                            <\/div>\n                            <div id=\"accordion-387514787-pane-2\" class=\"panel-collapse collapse \">\n                              <div class=\"panel-body\"> Beim Multichannel Marketing nutzt ein Unternehmen mehrere Kan\u00e4le parallel, die oft weitgehend unabh\u00e4ngig voneinander funktionieren. Beim Omnichannel Marketing werden die relevanten Touchpoints miteinander verkn\u00fcpft. Fr\u00fchere Interaktionen k\u00f6nnen dadurch Einfluss darauf haben, welche Ma\u00dfnahme als N\u00e4chstes sinnvoll ist.\u00a0\n                                <\/div>\n                            <\/div>\n                        <\/div><div class=\"panel panel-default \">\n                            <div class=\"panel-heading \">\n                              <h4 class=\"panel-title\">\n                                <a data-toggle=\"collapse\" data-parent=\"#accordion-387514787\" href=\"#accordion-387514787-pane-3\">Welche Rolle spielt ein CRM-System im Omnichannel Marketing?<\/a>\n                              <\/h4>\n                            <\/div>\n                            <div id=\"accordion-387514787-pane-3\" class=\"panel-collapse collapse \">\n                              <div class=\"panel-body\"> Ein CRM-System schafft die Grundlage, um Informationen aus Marketing, Vertrieb und Service miteinander zu verkn\u00fcpfen. Unternehmen, Ansprechpartner, Aktivit\u00e4ten, Leads, Opportunities, Kampagnen oder Serviceinformationen k\u00f6nnen so in einen gemeinsamen Zusammenhang gebracht werden. Dadurch lassen sich Marketingma\u00dfnahmen besser an der bisherigen Kundenbeziehung ausrichten.\u00a0\n                                <\/div>\n                            <\/div>\n                        <\/div><div class=\"panel panel-default \">\n                            <div class=\"panel-heading \">\n                              <h4 class=\"panel-title\">\n                                <a data-toggle=\"collapse\" data-parent=\"#accordion-387514787\" href=\"#accordion-387514787-pane-4\">Wie l\u00e4sst sich eine Omnichannel-Marketing-Strategie im B2B aufbauen?<\/a>\n                              <\/h4>\n                            <\/div>\n                            <div id=\"accordion-387514787-pane-4\" class=\"panel-collapse collapse \">\n                              <div class=\"panel-body\"> Sinnvoll ist ein schrittweiser Einstieg \u00fcber einen konkreten Anwendungsfall. Zun\u00e4chst werden die relevanten Touchpoints und Signale bestimmt. Anschlie\u00dfend wird gekl\u00e4rt, welche Kunden- und Accountdaten f\u00fcr deren Einordnung notwendig sind. Darauf aufbauend lassen sich Regeln f\u00fcr die n\u00e4chsten Marketing- oder Vertriebsma\u00dfnahmen definieren und die Ergebnisse anschlie\u00dfend auswerten. \n                                <\/div>\n                            <\/div>\n                        <\/div><\/div>\n<p><a href=\"https:\/\/www.adito.de\/whitepaper\/leitfaden-crm-implementierung-ad.html\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-6900 size-large\" src=\"https:\/\/www.adito.de\/knowhow\/blog\/wp-content\/uploads\/CTA-CRM-Leitfaden-1-1024x339.png\" alt=\"Whitepaper: CRM-Implementierung\" width=\"1024\" height=\"339\" srcset=\"https:\/\/www.adito.de\/knowhow\/blog\/wp-content\/uploads\/CTA-CRM-Leitfaden-1-1024x339.png 1024w, https:\/\/www.adito.de\/knowhow\/blog\/wp-content\/uploads\/CTA-CRM-Leitfaden-1-300x99.png 300w, https:\/\/www.adito.de\/knowhow\/blog\/wp-content\/uploads\/CTA-CRM-Leitfaden-1-768x255.png 768w, https:\/\/www.adito.de\/knowhow\/blog\/wp-content\/uploads\/CTA-CRM-Leitfaden-1-1536x509.png 1536w, https:\/\/www.adito.de\/knowhow\/blog\/wp-content\/uploads\/CTA-CRM-Leitfaden-1.png 2000w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Omnichannel Marketing im B2B verbindet Touchpoints, Accounts und Kundeninformationen. 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