Big Data und CRM: Eine sagenhafte Kombination

Sicher haben Sie schon vom Schatz der Nibelungen gehört. Der Sage nach soll ihn der feige Siegfried-Mörder Hagen von Tronje an einer geheimen Stelle im Rhein versenkt haben. Der Goldschatz soll obendrein mit einem Fluch beladen sein. Es ist also vermutlich des Beste, dass sich niemand die Finger daran verbrennen kann.

Es gibt aber auch Schätze, die nur darauf warten, geborgen zu werden und trotzdem greifen wir nicht zu. Das können Sie sich nicht vorstellen? Dabei ist es mehr als wahrscheinlich, dass auch Ihr Unternehmen auf so einem ungenutzten Vermögen sitzt! Das glänzt zwar nicht, sondern besteht aus Daten. Aber diese Daten lassen sich in zukünftige Geschäftserfolge verwandeln – wenn Sie die Sache richtig angehen.

Aus Daten werden geschäftsrelevante Informationen

Übersinnliche Kräfte wie die Helden aus grauer Vorzeit brauchen Sie dafür nicht. Diese drei Dinge bringen Sie ans Ziel:

  • Wertvolle Datenquellen wie Ihr CRM-System
  • Eine durchdachte Big-Data-Strategie
  • Geeignete Tools und Fertigkeiten für eine intelligente Datenanalyse

Die Ergebnisse, die Sie damit erreichen können, sind fast schon wieder sagenhaft: Indem Sie strukturierte und unstrukturierte Daten aus internen und wahlweise auch aus externen Quellen gezielt kombinieren und mit Hilfe von Big-Data-Technologie auswerten, filtern Sie geschäftsrelevante Informationen heraus. So erhalten Sie eine echte 360-Grad-Sicht auf Ihre Kunden. Auf dieser Basis können Sie weitaus fundiertere Entscheidungen treffen als bisher – vor allem mit Blick auf die Zukunft. Das Schlagwort laut hier: „Predictive Analytics“.

Eine aktuelle Studie von Bitkom Research und KPMG verdeutlicht, dass die Unternehmen das Potenzial von Big Data erkannt haben und zunehmend nutzen. So setzen 62 Prozent der 700 befragten Unternehmen mit 500 bis 1.999 Mitarbeitern auf Big-Data-Lösungen. 37 Prozent wollen durch Datenanalysen bessere Erkenntnisse über ihre Kunden gewinnen.

Genaue Analysen statt Bauchgefühl

Und wie profitieren Unternehmen im Kundenmanagement von Big Data?

Beispiel Endkundengeschäft: Große Online-Shops können durch entsprechende Big-Data-Analysen beispielsweise in Echtzeit ermitteln, welche Produkte die Kunden bevorzugen und was sie wahrscheinlich als nächstes kaufen werden. Das bringt vor allem für die Marketing-Strategie große Vorteile.

Doch auch im B2B-Umfeld sind die Einsatzmöglichkeiten vielversprechend. Viele Unternehmen haben sich bislang mit rückblickenden Auswertungen ihrer CRM-Daten begnügt und sich ansonsten auf ihr Bauchgefühl verlassen. Doch welcher Mittelständler träumt nicht davon, den tatsächlichen Wert seiner Kunden besser zu verstehen, den Einsatz seines Vertriebs effektiver zu planen oder die Preispolitik auf solidere Füße zu stellen?

Denkbare Leitfragen für eine entsprechende Big-Data-Analyse auf Basis des CRM-Systems als Dreh- und Angelpunkt der Kundenkommunikation unterscheiden sich nicht mehr allzu sehr von denen im B2C-Geschäft:

  • Welche Produkte hat der Kunde bis jetzt gekauft?
  • Wofür haben sich ähnliche Käufer interessiert?
  • Was suchen potenzielle Kunden in diesem Moment auf unserer Website?

Big Data ist auch eine Frage der Unternehmenskultur

Der Vorteil ist: Ihr Unternehmen hat heute schon große Datenmengen, mit denen es arbeiten kann – seien es strukturierte CRM-Daten oder unstrukturierte Daten wie beispielsweise E-Mails oder Service-Protokolle. Dazu kommen bei Bedarf externe Daten wie Informationen aus Social Media, Marktanalysen oder im B2B-Umfeld auch Daten von den belieferten Kunden.

In erster Linie geht es bei Big Data also darum, die entsprechenden Ressourcen und Kompetenzen aufzubauen, damit die vorhandenen Datenmengen mit den richtigen Algorithmen ausgewertet werden können. Um dafür die passenden Fragen zu stellen, haben sich gemischte Teams aus Datenprofis, Vertrieb sowie der Geschäftsleitung bewährt.

Apropos gemischte Teams: Bei der Umsetzung von Big-Data-Strategien kämpfen viele Unternehmen vor allem mit kulturellen Hürden. Denn wo verschiedenste Datenquellen zusammengeführt werden sollen, ist oft das Silodenken von Abteilungen im Wege. Es gehört daher zu den größten Aufgaben in Big-Data-Projekten, diese Hindernisse zu überwinden.

Mit anderen Worten: Bis Sie Ihren Big-Data-Schatz gehoben haben, müssen Sie wahrscheinlich einige Feuerproben bestehen. Dafür sind Ruhm und Ehre am Ende hoffentlich umso größer! ?

4.4/5 (Abstimmungen: 13)
Please wait...

Das könnte Ihnen auch gefallen Mehr vom Autor

2 Kommentare

  1. JM

    Und wie hilft Adito jetzt konkret dabei?
    Wo ist der Button „Aktiviere Big Data Analyse“?

  2. Tobias Mirwald

    Hallo,
    Big Data Analysen sind nicht auf Knopfdruck möglich, sondern sollten auf individuelle Bedürfnisse abgestimmt sein.
    ADITO als Plattform bildet die Basis für das strukturierte Sammeln von relevanten Informationen und für die anschließende Analyse. Gemeinsam mit unseren Kunden erarbeiten wir Konzepte, wie und welche Daten analysiert und ausgewertet werden sollen. Unser Sales Consultant Günther Strauch meldet sich dazu gerne bei Ihnen.

Wir freuen uns über Ihren Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.